Donnerstag, 28. Februar 2013

Er fliegt!

Mein Eichelhähertuch ist fertig! Ich wollte es unbedingt gestern, also am 27.2., das erste Mal tragen - zur Lesung von Alberto Manguel. Herrn Manguel ist es zwar wurscht, was ich anhabe, aber irgendein Ziel muss man sich ja setzen. Und nun ist er tatsächlich gestern das erste Mal ausgeflogen, mein Dreambird:


Design: Nadita Swings

Das Foto ist übrigens eine von Nadita selbst bearbeitete Fassung meines eigenen Fotos. Mein Eichelhäher hat es nämlich sofort auf die Patternseite bei Ravelry geschafft.
Ich kann das Projekt warm empfehlen: Es ist (wenn man sich erst mal in die ungewohnte Strickweise mit verkürzten Reihen eingearbeitet hat) einfach und flott zu stricken und wirkt viel aufwendiger, als es tatsächlich ist. Anfangs hat man das Gefühl, auf sehr viele Dinge gleichzeitig achten zu müssen, aber das gibt sich schnell. Die Anleitung ist sorgfältig und lückenlos.

Am liebsten würde ich sofort den nächsten Dreambird anschlagen. Ich habe noch einen Kammzug hier liegen, der unbedingt auch ein Vogel werden möchte, vielleicht ein bisschen größer. Aber jetzt muss ich erst ein paar andere Kleinigkeiten abarbeiten, ich kann ja nicht nur Tücher stricken (von denen ich ohnehin viel zu viele habe).

Hieraus soll mein nächstes Projekt für die 13 aus 13-Serie entstehen. Selbstgesponnene dicke Wolle für einen Cowl, den sich meine Tochter gewünscht hat.



Da es mir Spaß macht, mir für die Ravelry-Seiten alberne Projektnamen auszudenken, heißt diese Wolle "Jon Schnees heimliche Freuden". Jon Schnee ist eine Figur aus "Game Of Thrones", und sein Name hat zwar mit dem Wetter nichts zu tun, aber er steht tatsächlich meistens im Schnee herum, da er die Nordgrenze des Reiches bewachen muss. Und da er sehr schwarze Haare hat und seine Berufskleidung ebenfalls schwarz ist, kommt der Schnee auf ihm auch gut zur Geltung. Aber es könnte ja sein, dass er sich nach etwas Farbe im Leben sehnt und wenigstens nachts gern einen lila Pyjama tragen würde. Ich würde es ihm gönnen.

Den Cowl werde ich heute abend anschlagen und hoffe, dass die Wolle reicht, ich kann nämlich nicht nachspinnen - jedenfalls nicht in dieser Farbe. Oder ich muss nach Bodenheim fahren und Spinnfasern nachkaufen. (Könnte ich eigentlich auch mal wieder machen ...)

Habe ich eigentlich die Röschenwolle schon gezeigt? Im Tausch gegen ein Strickbuch, das ich nicht mehr brauche, hat mir eine Bekannte aus dem Spinnforum schöne rustikale braune Wolle geschickt. Daraus ist die Röschenwolle entstanden. Ungleichmäßig dicker Faden, 2fach gezwirnt, mit eingesponnenen Stoffrosen:



Die Rosen sind allerdings nicht besonders strapazierfähig und werden sich wahrscheinlich im Lauf der Zeit auflösen - aber dann werde ich aus ganz dünner Häkelwolle einfach neue Röschen selbst machen. Die Wolle ist schon verarbeitet. Hier das Röschen-Capelet, und für ein Hutband hat es auch gereicht:



Es ist einfach ein im Perlmuster gestricktes Rechteck, über Eck zusammengenäht. Ich werde vielleicht oben noch ein paar Reihen anstricken, ein kleines Knäuel ist noch übrig und das Capelet ist am Hals ein bisschen weit ausgefallen. Oder ich ziehe eine Kordel ein. Das muss noch etwas ausreifen.

Im Augenblick habe ich Reginas wunderschöne Krapprot-Mischung aufs Rad genommen: Blue Faced Leicester, Seide und Leinen. Was daraus werden soll, weiß ich noch nicht genau, aber auf jeden Fall ein Top und wahrscheinlich entweder in einem einfachen Lochmuster oder ganz glatt rechts. Hier der Zopf, mit einem herzlichen Dankeschön an die Färbekönigin Regina. Auch diese Faser habe ich im Tausch gegen zwei Strickbücher bekommen. Die Wolle ist in Wirklichkeit nicht ganz so lachsfarben wie auf dem Bild, eher in Richtung Ziegelrot.

Montag, 18. Februar 2013

Knitting the Swing! ... oder so

Ich habe mir mal eine Strickliste gemacht für dieses Jahr, vor allem deshalb, damit ich meine für bestimmte Projekte beiseite gelegten Vorräte nicht aus den Augen verliere. Meine "Queue" bei Ravelry taugt dazu nicht wirklich, weil ich da auch viele Sachen speichere, die ich gar nicht ernsthaft vorhabe zu stricken.

Wie auch immer, die Strickliste hat ergeben, dass ich derzeit sechs (!!) Ufos habe. An einem davon fehlen nur noch drei Reihen, es gibt auch nichts zu konfektionieren. Zwei werde ich hoffentlich noch im Februar abarbeiten. Zwei weitere liegen schon sehr lange, es sind Projekte, die ich in Urlaub mitnehme und die sonst in der Tüte bleiben, aber wenn sie überhaupt eine Chance haben sollen, fertig zu werden, müssten sie wohl mal aus der Tüte raus. Und das letzte ist wohl wirklich ein ungeliebtes Projekt, obwohl ich sehr schöne selbstgesponnene Wolle dafür nehme.

Aber es wird alles fertig werden. Da habe ich keine Bedenken.

Und hier ist meine erste wirkliche Erfolgsmeldung für dieses Jahr. Ich habe mich endlich ins Swingstricken eingearbeitet. Ja, es ist wirklich was Neues. Mit dem "Strickrauschen" hab ich ja schon lange geliebäugelt, Michaela hat ein paar tolle Stricksachen nach diesem Prinzip gearbeitet.

Hier ist nun der Beginn meines Dreambird nach der Vorlage von Nadita Swings.



Zehn Federn, das sind ungefähr 40 Prozent. Denn etwas über zwanzig sollten es schon werden.

Die dunklen Abschnitte stricke ich mit Wolle von drei Konen, die zusammengerechnet eine Lauflänge von ca. 600 m hat, die "Federn" mit Farbverlaufswolle von Rödel mit einer Lauflänge von ca. 400 m. Der Effekt gefällt mir bisher gut, ich werde das Teil zu Ende stricken und erstmal mit Stolz tragen, aber irgendwie empfinde ich es als Probelauf. Es wird mit Sicherheit noch einen zweiten Dreambird aus selbstgesponnener Wolle geben. Ich habe da eine recht genaue Vorstellung. Aber bei Berücksichtigung meiner Strickliste wird das dieses Jahr nichts mehr.

Ich hoffe, meinen Dreambird noch im Februar fliegen lassen zu können.

Meine anderen neuen Sachen kann ich leider erst in ein paar Tagen zeigen, ich brauche Tragebilder und kriege frühestens ab Donnerstag welche. Bis dann also.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Handschuhe garantiert die letzten der Saison ...

Die Handschuhe für Teerose sind fertig und werden morgen abgeschickt. Das Design von Laris ist wirklich sensationell schön und gar nicht so schwierig, wie es aussieht. Die Designerin hat jede der drei angebotenen Größen extra gecharted, so dass man sich zunächst einer Grafikwüste gegenüber sieht, aber zwei von dreien kann man ja gleich weglegen und ich fand jedenfalls alles sehr übersichtlich und klar. Das sind Handschuhe, die garantiert noch mal fällig sind, und zwar mit Perlen! Teerose hat sich wegen des auffäligen Farbverlaufs keine Perlen gewünscht, deshalb habe ich sie weggelassen. Die Wolle (Drops Delight), muss ich sagen, ist nicht ideal für diese Vorlage. Sie ist etwas flusig und ungleichmäßig gesponnen. Aber die Farbstellung ist wunderschön.


Design: Julia Mueller

Morgen machen sich die Handschuhe auf die Reise und kommen hoffentlich gut an (und passen auch). Ich habe noch eine Kleinigkeit dazugelegt, aber dazu nächstes Mal. Hier trage ich erst mal die Stulpen für Karin nach, die ich noch im Dezember gestrickt habe. Karin ist eine ganz liebe Bekannte aus dem Spinnforum und hat aus vielerlei Gründen diese kleinen Seelenwärmer verdient.


Design: Christine Nöller

Die Vorlage stammt aus Christine Nöllers Büchlein mit dem sperrigen Titel "Ajour, Lace und ganz viele Perlen". Sie sind mein Januarprojekt für die Ravelry-Gruppe 13 aus 13. Das Februarprojekt ist auch schon fertig. Das zeige ich demnächst.

Und nun noch ein Nachtrag zum Salonhasen Ernst! Pünktlich im November ist er auf die Reise gegangen, in Berlin glücklich eingetroffen, von da aus nach Bochum weitergereist und sollte sich nun, neuesten Flurfunk-Nachrichten zufolge, in Schweden aufhalten! Ich bin gespannt, wohin es ihn noch verschlägt. Hier noch ein letztes Foto vom Dezember, am Tag vor seiner Abreise aufgenommen. Er trägt schon die blaue Salonjacke.



Alles Gute, lieber Ernst! Komm gesund wieder!

Montag, 28. Januar 2013

Handschuhe, die xte

Nach längerer Abwesenheit melde ich mich wieder mit neuen Herausforderungen! Irgendwann im November habe ich mal auf in einigen Foren zart angedeutet, dass ich gern "auf dem Tauschwege" Handschuhe stricke. Ich liebe ja Handschuhstricken und so viele Hände, um all diese Handschuhe zu tragen, habe ich gar nicht. Es gab auch genug Resonanz, dass ich im Dezember und jetzt im Januar genug Handschuhe zu stricken hatte. Das letzte Tauschpaar, das ich zur Zeit in Arbeit habe, ist gleichzeitig auch das schönste. Es sind Handschuhe nach einem Design von Laris mit dem Namen "Eve".

Da das Design aus mehreren Charts besteht, stricke ich sicherheitshalber belde Handschuhe parallel. Die Stulpen sind fertig und beim linken bin ich nun schon am Daumenkeil.



Nicht wundern, dass der Farbverlauf unterschiedlich ist - die Empfängerin wollte es so. Die liebe Teerose hatte mir dafür einen größeren Strang handgefärbte Wolle in Sockenwollstärke zugesagt, da ich mich dieses Jahr wieder mal ans Modularstricken begeben will.

Ich trau mich kaum zu sagen, was nun wirklich angekommen ist ...

Das ist der Inhalt des Tauschpäckchens:



Der obere Strang ist die vereinbarte Tauschwolle - super weiche Merino von schöner Struktur, von intensivem LIla bis zur zarten Fliederfarbe. Dabei lag nun, neben ein paar schönen selbstgemachten Maschenmarkierern, auch noch ein 180 Gramm schwerer Strang handgefärbtes Cobweb!!! Ich glaube, mein "chapooey pooley", den ich letztes Jahr aus Teeroses Cobweb gestrickt habe, hat ihr gefallen ;o) Hoffentlich gelingt aus dem neuen Cobweb, das noch strahlender gefärbt ist, etwas ebenso Schönes.
Habe ich den Chapooey hier überhaupt schon gezeigt? Hier ist er:



Design: Erika Knight

Die neue Cobweb-Tunika werde ich nun vielleicht einfach auf der Maschine stricken - ich habe im Urlaub eine solche einfach glatt rechts gestrickte Tunika gesehen, die mir gut gefallen hat. Es ist schwierig, für ein so dünnes Garn ein schönes Muster zu finden, und ich würde es nur ungern doppelfädig verstricken. Vielleicht nehme ich auch einfach die Vorlage von Erika Knight noch mal. Der "chapooey" ist nämlich sehr angenehm zu tragen, besonders mit einem längeren ärmellosen Shirt darunter sieht er toll aus.

Der Name ist übrigens schnell erklärt: Ich habe letztes Jahr beim Stricken die ganze Tudor-Serie geguckt. Chapuis ist der nette Botschafter aus Spanien, einer der ganz wenigen Leute am Hof, die alt werden und eines natürlichen Todes sterben dürfen. Die meisten werden geköpft, anderweitig hingerichtet oder irgendwie gemeuchelt. Bei den Tudors war die Luft recht dünn.

Ich mache jetzt erst mal die Handschuhe fertig, stricke ganz viel Liebe hinein und danke Martina tausendmal für das wunderschöne Wollpaket. Im Moment liegt es bei mir im Wohnzimmer auf dem Tisch - einfach zum Angucken.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Handschuhe wieder mal

Ich stricke ja fürs Leben gern Handschuhe. Was anderen die Socken für die Füße, sind mir die Socken für die Hände. Und da ich nur zwei Hände habe und mir nicht alles mit Handschuhen vollstopfen will (ich habe ja auch noch mehrere Paare von meiner Mama), stricke ich Handschuhe auch gern mal für andere.



Diese Handschuhe (aus dem abgebildeten Buch entnommen) sollten eigentlich mein erstes Projekt für die "13aus13"-Gruppe bei Ravelry werden (siehe hier. Meine jüngere Tochter hat sich vor Jahren ein Paar dieser Fäustlinge selbst gestrickt und sehr gern getragen, bis letzten Winter einer verlorenging. Da sie im Moment sehr viel arbeiten muss und wenig Zeit hat, habe ich ihr ein neues Paar gemacht. Die Wolle ist die Regia softy, die (glaube ich) inzwischen nicht mehr hergestellt wird. Ich habe mir mal ein paar Knäuel davon für Kuscheltiere und Ähnliches auf Lager gelegt. Der Salonhase vom letzten Eintrag ist auch aus dieser Wolle.
Und da meine Tochter schon im November kalte Hände hatte, ist aus der Idee, die Handschuhe zum 13aus13-Dezemberprojekt zu machen, nichts geworden. Das Dezemberprojekt stammt aus dem Buch "Ajour, Lace und ganz viele Perlen" von Christine Noeller. Ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwägerin:


Design: Christine Noeller

Inzwischen bin ich in Schwung und habe gleich noch ein Paar für meine Freundin Gerlinde zum Geburtstag gemacht. Das Muster ist der Ragna-Zopf von Elsebeth Lavold:



Und jetzt habe ich sogar Aufträge für neue Handschuhe. Das erzähle ich beim nächsten Mal - jetzt muss ich neue anschlagen. Für das letzte Paar, das ich hier noch nicht zeigen darf, weil es ein Nikolausgeschenk ist, habe ich nur drei Tage gebraucht. Bald also mehr.

Sonntag, 18. November 2012

Der Salon-Hase

Zwischen zwei Paar Handschuhen habe ich wieder mal ein Tierchen zum Leben erweckt. Die Grundform ist das Fuzzy Mitten Lamb von Barbara Prime (die Anleitung gibt es umsonst bei Ravelry; einen herzlichen Dank an die Designerin). Mit ein paar kleinen Änderungen ist aus dem Lamm ein Hase geworden.



Schlappohren musste er haben, weil er eine Weihnachtsmütze tragen soll. Die Mütze ist nicht unproblematisch - sie rutscht gern vom Kopf, wenn man sie nicht richtig weit herunterzieht. Dabei passt sie optimal. Es liegt daran, dass der Hase leider keinen Mützenkopf hat.


Design: Barbara Prime



Noch zur Anleitung: Ich weiß nicht, ob alle Designs von Barbara Prime (die auf gestrickte Tierchen spezialisiert ist) eine Naht vorsehen. Bei dem "fuzzy lamb" sollen jedenfalls all die kleinen Teile mit einer Naht geschlossen werden. Ich finde das ziemlich unpraktisch; bei der von mir verwendeten Wolle - es ist Regia softy, doppelt verstrickt mit Nadel Nr. 3,5 - ist es fast unmöglich, da die Wolle fusselig aussieht und die Maschen kaum zu erkennen sind. Ich habe also alle Teile rundgestrickt. Vielleicht wäre mancher Strickerin das Hantieren mit einem Nadelspiel, auf dem 2 Maschen pro Nadel liegen, zu fummelig; ich finde die Näherei solcher Kleinteile fummeliger. Allerdings bin ich vom Kunststricken her an das Prinzip "wenige Maschen auf vielen Nadeln" gewöhnt.


Der Hase ist ohne Mütze genau 20 cm hoch und beweglich. Er soll für die Zeit nach Weihnachten noch eine blaue Strickjacke bekommen, denn er ist als Maskottchen für das Autorenforum Blauer Salon gedacht. Die Salonisten werden ihm hoffentlich einen netten Namen geben.
Es wird mir nicht leicht fallen, ihn auf die Reise zum Salon zu schicken. Aber wie heißt es so schön: Gib ihm erst Wurzeln, dann gib ihm Flügel ...

Dienstag, 6. November 2012

13 aus 13

Hurra, wir haben eine neue und sehr vielversprechende Ravelry-Gruppe, die (jedenfalls was mich betrifft) die Strickprojekte des ganzen kommenden Jahres unter einen Projekthut bringen wird: die Gruppe 13 aus 13! Dahinter verbirgt sich der Gedanke, dass wohl jede Ravelerin (bei Ravelry fliegen die Viren bekanntlich extrem tief) Unmengen von Anleitungen gekauft hat. Man sieht etwas, was einem gefällt, nimmt sich das Buch oder Heft mit (besonders bei Strickbüchern weckt auch die schöne Aufmachung oft den Sammlergeist), aber noch ehe das neue Projekt angeschlagen ist, läuft einem das nächste Buch oder Heft über den Weg ... Dazu kommen noch die unzähligen kostenlosen Anleitungen in der Ravelry-Datenbank. Da verstauben viele schöne Anleitungen ungenutzt im Regal.

Deshalb nun diese neue Gruppe. Wir werden (jedenfalls ich werde) im kommenden Jahr 13 Teile, ob gestrickt oder gehäkelt, aus den vorhandenen Druckwerken im Regal nacharbeiten, sei es Buch oder Handarbeitsheft. Und 13 verschiedene Druckwerke sollen es sein. Ebooks zählen auch, wenn sie mehr als drei Anleitungen enthalten - vielleicht gehe ich nun endlich mal ans Swingstricken; das Ebook, das über 20 Euro gekostet hat und sehr schöne Sachen bietet, liegt seit über einem Jahr auf meinem Reader herum!

Hier mal meine vorläufige Liste, die sicher noch geändert werden wird.

Mein erstes Projekt ist ein Paar Fäustlinge mit Zopfmuster aus diesem Buch.


"Burda Stricklehrbuch" von Martha Blumrich

Diese Fäustlinge existieren im Prinzip bereits; meine jüngere Tochter hat sie vor zwei oder drei Jahren aus Regia softy gestrickt, aber leider einen davon verloren, und der andere ist auch nicht mehr schön. Eigentlich sollte man für Fäustlinge besser überhaupt keine weiße Wolle nehmen ... aber sie mag die Wolle so gerne. Und weil sie kaum Zeit zum Stricken hat, habe ich ihr die Aufgabe abgenommen. Die Handschuhe sind das erste Projekt für 13 aus 13 und das Buch darf nunmehr in meiner Liste nicht mehr vorkommen (aber außerhalb der 13 aus 13-Gruppe darf ich es natürlich noch benutzen :o)).

Damit ist die Handschuhstrickzeit eingeläutet und fällig sind weitere Handschuhe für die Lebensgefährtin meines Bruders, evtl. für meine Schwägerin und auch für meine große Tochter, wenn ich es schaffe. Damit habe ich zwei weitere Projekte für 13 aus 13 abgedeckt mit diesen beiden Büchern:


"Knitting New Mittens Anf Gloves" von Robin Melanson
"Ajour, Lace ... und ganz viele Perlen" von Christine Nöller


Mittlerweile habe ich genügend Wolle gesponnen, um den Zig Zag Cowl aus diesem Buch nachzustricken:


"Cowl Girls" von Cathy Carron

Natürlich werden auch Oberbekleidungsteile dabei sein. Geplant ist ein Design nach Marianne Isager aus geribbelter Wolle - ich habe dafür einen alten Sommerpulli aus wunderschönem Baumwoll-Leinengarn mit eingesponnenen bunten Noppen aufgeribbelt, denn das Garn ist definitiv zu schade zum Wegwerfen, auch wenn der Pulli selbst mir nicht mehr gefällt.
Weiterhin habe ich noch zwei Wollmeisen gebunkert; ein Knäuel Lacewolle, das für einen Spitzenpulli ausreicht (ich werde KEIN Tuch daraus stricken!) und 600 Gramm Farbverlaufsgarne, hauptsächlich in Türkis, für eine Jacke oder lange Weste. Das Muster für letztere werde ich diesem sehr schönen Buch entnehmen:


"Swing Swagger Drape" von Jane Slicer-Smith

Weiter will ich noch gar nicht planen; aber jedenfalls sind noch zwei Projekte aus handgesponnener Wolle in der Liste, eines mit verkürzten Reihen (Swingstricken!) und eines aus "The Knitter". Und wenn alles so klappt, wie ich es im Hinterkopf habe, dann brauche ich im nächsten Jahr kein einziges Knäuel Wolle zu kaufen und kein einziges neues Strickbuch oder -heft.

Lacht da jemand? Gerade vorgestern sind wieder zwei neue Bücher auf der Amazon-Wunschliste gelandet. Aber egal. Ein wenig Platz ist ja noch in der Liste ...

Freitag, 5. Oktober 2012

Dumm gelaufen ...

Wenn ich Zeit und Geduld habe, wieder mal eine lange Lochkarte zu stechen, dann steht das nächste Projekt nach Iris Bishop an. Diesmal soll es ein Muster mit Blumen werden - für meine größe Tochter. Der erste Probedurchlauf mit drei Farben (eine dunkle Hintergrundfarbe, zwei alternierende Farbverläufe für die Motive) gefiel uns nicht, der zweite Versuch mit dunkelblauer Sockenwolle für den Hintergrund und Zauberball als Schmuckfarbe dagegen kommt schön heraus:



Kurz nach dem Armabnahmen fiel mir das Ganze von der Maschine - das kommt immer mal vor, in Panik gerate ich da schon lange nicht mehr. Maschen fangen und bei der Gelegenheit gleich schon mal aufspannen und nassmachen. Sieht schön aus. (Das Foto ist leider nicht besonders gut.)

Während das Strickteil trocknet, wollte ich schon mal den zweiten Zauberball paraffinieren und spulen - aber wo finde ich den? ich war sicher, dass ich zwei habe. Ich durchpflügte die Schränke im Strickzimmer - nichts. Aber ich war ganz sicher, ich hatte zwei gekauft! Grübelnd tigerte ich durchs Wohnzimmer - da fiel mein Blick auf das Wohnzimmersofa:



Ja Mist! Das ist ein Baktus, den die eine meiner Töchter als Geschenk für die andere gestrickt hat. Und, zu meinem Unglück, das ist der zweite Zauberball. Ein Rundumtelefonat bei den Wollshops hier in der Gegend (viele sind's ohnehin nicht) blieb ohne Erfolg, von denen führt keiner Zauberball. Also musste ich die Wolle bestellen und hoffe, sie kommt wenigstens schnell ins Haus, damit ich weiterstricken kann.

Und inzwischen kann ich schon mal die zweite Karte lochen ... Hier fehlt ein Augenroll-Smiley!

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