Mittwoch, 15. Dezember 2010

Zum Kuscheln

Die neue Jacke ist fertig, juhu! Modell 1 aus der Winter-Verena, dort mit Namen "Heather". Ich nenne sie "Jojobajajacke" - wegen der Wolle, in der angeblich Jojoba und Aloe Vera, in welcher Form auch immer, verarbeitet sind.


Design: Carolin Schwarberg

Gestrickt aus 600 Gramm Zitron Opus 1. Mit der Wolle bin ich hochzufrieden, sie ist wunderbar weich und kuschlig und trägt sich sehr schön. Ein paar Fädchen sind noch übrig, falls mich die Lust ankommen sollte, noch mehr zu sticken. Ich habe nämlich nicht ganz soviel gestickt wie vorgesehen: Nur jede zweite Rautenreihe statt, wie im Original, jede Rautenreihe der Vorderteile.
Außerdem habe ich eine Knopfblende angesetzt, die im Original nicht vorgesehen war. Da ich seit Jahren gewohnt bin, Knopfblenden nachträglich anzustricken, habe ich nämlich in der Anleitung glatt überlesen, dass beim Stricken des Vorderteils direkt Knopflöcher eingearbeitet werden sollen! Schande über mich! Andererseits - sieht es so nicht besser aus? Ich fand die "nackten" Ränder der Strickteile nicht so schön, dass ich sie ganz ohne Blende lassen wollte. Und erst recht gilt das für den Halsausschnitt. Ohne der Designerin zu nahe treten zu wollen - es ist wohl kein Zufall, dass das Model auf dem Foto in der Verena einen engen kleinen Fusselschal um den Hals trägt - der Halsausschnitt war nämlich so ganz ohne Einfassung nicht gerade ansehnlich ...
Wie dem auch sei, ich habe eine krausgestrickte Blende rundherum angesetzt; nur vier Reihen, damit sie nicht zu breit wird, und bin sehr zufrieden mit dem ganzen Teil. Es reicht mir fast bis zum Knie und ist bei der derzeitigen Affenkälte auch im Haus sehr angenehm zu tragen, und die Farbstellung ist wirklich schön.


Spinnbeute

Und hier als Nachtrag noch meine Ausbeute an Kammzügen aus dem Atelier Filz und Farbe:



Und das ist noch nicht mal alles!! Von dem Lilaverlauf hinten im Bild habe ich zwei Stränge und von dem Braunverlauf rechts auch noch einen weiteren Strang. Außerdem lila Locken. Derzeit habe ich nämlich wieder mal eine Themenwolle in Arbeit. Den ersten Strang (der so nicht mehr existiert, da meine Tochter schon knäulisiert hat) kann ich schon zeigen:



"Titania" heißt diese Wolle, da sie aus einem pinkfarbenen Faden aus feinster Merinowolle und einem recht groben grau-braun gescheckten Faden kombiniert ist - Titania umarmt den Esel Bottom. Und als Auflockerung baumeln hier und da ein paar Locken heraus. Die Wolle ist in Wirklichkeit farbstärker als auf dem Foto, ich habe bei ungünstigem Licht fotografiert. In gleicher Art soll noch ein zweiter Strang entstehen, damit es für einen Baktus oder Cowl reicht.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Und noch was auf die Ohren

Wieder mal ein Verweis auf den Ohrenschützer-Podcast: Der Ohrenschützer hat sich meines schwatzenden Kaninchens angenommen. Das ist um so dankenswerter, als es mir nie gelungen ist, diesem Kaninchen meine Stimme zu leihen.
Ich habe ein einziges Mal versucht, diesen Text bei einer (halböffentlichen) Lesung vorzutragen, und war selbst von mir überrascht. Nicht dass ich in Tränen ausgebrochen wäre. Ich bin weder hysterisch noch sentimental. Nein, die Stimme schaltete sich einfach ab. Die zweite Hälfte des Textes habe ich stimmlos geflüstert, um irgendwie noch zum Ende zu kommen.

Dabei ist das ein Text, der gelesen gehört, und gehört gehört, wie der Ohrenschützer es so freundlich nennt.
Hier geht es zur Lesung: Was das Kaninchen erzählt.
Nachlesen kann jeder den Text bei Tableau (siehe den Button am linken Rand) oder hier auf meiner Referenzseite.

Donnerstag, 25. November 2010

Endlich Kammzüge im Laden kaufen ...

Beim Mainzer Johannismarkt im Sommer war ich am Marktstand einer Filzkünstlerin, die neben vielen Filzsachen auch schön gefärbte Kammzüge angeboten hat. Ich habe mich sehr zusammengenommen und nur zwei Knäuel gekauft, weil ich über die Spinneigenschaften nichts wusste; die Verkäuferin war selbst keine Spinnerin. Mittlerweile habe ich beide Kammzüge versponnen und mit Konengarn gezwirnt. Die Faser hat sich traumhaft gesponnen, und das ist das Ergebnis:



Ist die nicht toll? Kann mit Nadelstärke 4 gestrickt werden - ich bin ganz stolz darauf, auch mal halbwegs dicke Wolle gesponnen zu haben - und bringt es auf ca. 800 Meter / 250 Gramm. Ich möchte gern eine Weste stricken, habe aber noch nicht angefangen, denn es wird noch besser: Ich kann Kammzüge nachkaufen! Die Filzkünstlerin hat ein Atelier in Mainz, wo ich ab und zu vorbeikomme. Hab schon einen Termin ausgemacht! Wenn ich Kammzüge ähnlicher Farbstellung finde, wird es passend zur Weste noch einen Lace-Schal geben ...

Mein laufendes Strickprojekt ist die Jacke Modell Nr.1 aus der Winter-Verena. Natürlich nicht in der Originalwolle - seit meinem Reinfall mit der Noro Kureyon hege und pflege ich ein Vorurteil gegen die Firma Noro. Abgesehen davon ist mir die erforderliche Menge Silk Garden einfach zu teuer. Diese Wolle hier habe ich im Wollladen meines Vertrauens, oder wie man bei Ravelry sagt: dem LYS (local yarn shop) gekauft. So richtig local ist der Shop zwar nicht, denn er liegt in Bad Soden im Taunus. Aber da komm ich ja auch hin und wieder vorbei ;-)

Opus von Zitron heißt die Wolle, ein Dochtgarn, das es in mehreren Farbverläufen gibt, und sie ist sehr schön weich. Auf dem Etikett steht "mit Aloe und Jojoba". Na ja, wenn's schee macht ... Und das ist das Rückenteil.




Da mir weder die Größe 38 noch die Größe 46 so richtig passt, habe ich mich für die Größe genau in der Mitte entschieden. Wobei "Größe" ja nun ein dehnbarer Begriff ist, möchte ich mal bemerken. Heute morgen habe ich ein Anna-Heft von 1986 angeschaut und entdeckte einen wunderschönen Pullover, mit Zopfmuster auf zweifarbigem Fond (zwei verschiedene Rottöne) und Stickerei oben drüber. Ich kann ja nun nicht alles stricken, was mir gefällt, aber ich schaute jedenfalls mal bei den Größen nach, man weiß ja nie. Und stellte fest, dass die Größe 38 eine Rumpfbreite von 55 cm (!!!) vorsieht, so dass sogar ich als Böhnchen im Speckmantel noch gut da hineinpassen würde! Die mir normalerweise passende Größe 42 sah eine Breite von über 60 cm vor - das wäre sogar mir zu weit! Dabei sah der Pullover an dem schlanken Fotomodell durchaus nicht oversized oder sackartig aus. Ich frag mich manchmal, ob (zumindest bei den Designern) ein Zentimeter früher was anderes war als heute. Aber das Maßband, das meine Mutter benutzt hat, sieht eigentlich nicht viel anders als als meines.

Fazit: Nicht nach Größe gehen. Messen!
Und nun ab zum Kammzug-Scheffeln! Hoffentlich klappt es!

Donnerstag, 11. November 2010

Wieder mal was auf die Ohren

Es gehört zwar nicht zum Thema Handarbeiten, aber ich möchte auch hier auf den Ohrenschützer-Podcast verweisen. Der Ohrenschützer könnte, glaube ich, auch das Telefonbuch des Vogelsbergkreises so lesen, dass sich das Anhören lohnt. Um so dankbarer bin ich, dass sich ein so genialer Leser meines Orpheus angenommen hat.
Bitte hier hinhören: Der Ohrenschützer

Freitag, 5. November 2010

Das Nautie-Mysterium

Gestern habe ich mein fünftes Nautie gestrickt. Je eines haben meine Töchter, zwei weitere sind ins Wanderpaket gekommen und, soweit ich weiß, auch schon adoptiert. Das fünfte nun sollte für eine liebe Forenfreundin sein. Und wie das nun ausgefallen ist, das stellt für mich ein vollkommenes Rätsel dar. Ich habe alle Nauties (bis auf das allererste) mit 4facher Sockenwolle gestrickt, jede Wolle mit der Lauflänge von 420 Meter auf 100 Gramm, und alle mit den gleichen Nadeln, nämlich Nummer 3. Und alle mit der gleichen Maschenzahl. (Die Anleitung findet sich übrigens hier für lau in der Knitty.)

Zum Vergleich nun hier mein zweites und mein fünftes Nautie nebeneinander (die CD im HIntergrund liegt als Größenmaß dabei):


Design: Beth Skwarecki

Hat irgendjemand eine Erklärung für diesen Größenunterschied? Ich nicht. Zur Sicherheit habe ich sogar rundherum noch mal die Maschen nachgezählt - es sind etwas mehr als im Original von Beth Skwarecki vorgesehen, nämlich nicht 36 in der Runde, sondern 41, aber das gilt für beide Nauties (Beth Skwarecki hat dickere Nadeln verwendet und kommt daher mit weniger Maschen aus). Auch die Stopffestigkeit ist bei beiden die gleiche: Ich stopfe immer so fest es geht, ohne dass die Maschen hoffnungslos ausleiern. Woran also liegt es?



Ich weiß nicht, ob ich es so verschenken soll ... Vielleicht mache ich besser noch ein zweites ... aber wenn das nun wieder passiert? Keine Ahnung, woran es liegt ...

Hier wenigstens noch ein Erfolgserlebnis - die neue Spinnfutterspule. Muss noch gezwirnt werden und schafft dann hoffentlich das Upgrade zu einem neuen Tuch. Vorlage liegt schon bereit. Das Material ist Blue Faced Leicester von der Zauberwiese, Farbe Blutorange. Eine herrliche Farbe! Gesponnen auf meinem Minstrel.

Dienstag, 2. November 2010

Grünfrust und -lust

Neben "Schal rollt sich" und anderen Nettigkeiten ist ein häufiges Thema unter Strickerinnen das gefachte Garn. Gefacht heißt nicht, dass man ein Fach rein macht und Bücher oder ähnliches reinstellt, sondern das Garn mehrfach nimmt. Einfach, gell? Gar nicht so einfach ist es dagegen, das Teufelszeug zu verstricken. Häufig besteht gefachtes Garn nämlich aus mehreren unterschiedlich elastischen Fäden, die folglich beim Stricken unterschiedlich gespannt durch die Finger laufen. Das straffe Material geht straff ins Strickstück, während das elastischere sich nach Lust und Laune breiter und länger macht. Die Folge ist eine Schlinge aus dem elastischeren Faden, die sich im Lauf des Strickens immer weiter verlängert, bis frau einen unerwünschten Garnvorrat quasi vor sich herschiebt. Das sieht dann so aus.



Eine sehr geübte Strickerin, die das Garn locker hält und das lästige Mehr an Faden während des Strickens "unterbringen" kann, wird damit vielleicht auch fertig, meine Tochter leider nicht. Nachdem das angefangene Strickstück fast ein Jahr Zeit zum Abhängen hatte, habe ich in einer Ruckzuck-Aktion den Wollvorrat auf meinem Delft-Spinnrad locker gezwirnt. Hier ist der Unterschied zwischen Vorher und Nachher gut zu erkennen:



Und Tochter strickt wieder. Ein Poncho soll es werden. Kraus gestrickt. Falls sie damit nicht fertig wird, besteht noch die Alternative, das Ganze über den Mittelstricker laufen zu lassen. Die Breite wäre groß genug. Nur wird das Ganze dann halt nicht kraus. Mal sehen, wie lange sie durchhält ... Das lästige Schlingenproblem scheint jedenfalls gelöst zu sein. Bisher geht das Material schön gleichmäßig in die Nadeln.

Nun hier noch das jüngste Produkt meiner Wollverine, ebenfalls grün, aber mit höherem Spaßfaktor (bisher jedenfalls). 1728 Meter grüne Merino-Seiden-Mischung! Die Wolle ist nicht ganz gleichmäßig geworden: Der erste Strang zu 135 Gramm hat 760 Meter Lauflänge, der zweite mit ebenfalls 135 Gramm 968 Meter. Ein kleiner Farbunterschied ist auch zu sehen, weil ich nicht genug Nähgarn zum Zwirnen im gleichen Grünton hatte. Blöd, aber nicht zu ändern. Nach einigem Hin- und Herrechnen habe ich mich auch halbwegs entschieden, was ich daraus stricken werde - und zwar auf der Maschine, sonst wird mir das zu mühsam.



Schön, gell? Demnächst wandert es ins Maschinchen, dann gibt es neue Bilder.

Und jetzt werde ich DICKE Wolle spinnen. Falls ich das überhaupt noch kann.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Gut wie Gold

Die feine goldfarbene Wolle aus dem Kreativ-Tauschpaket, die ich hier schon gezeigt habe, hat nun Pulliform angenommen. Da ich nur 110 Gramm hatte, musste ich ein wenig ebenfalls handgesponnene dunkelbraune Wolle dazugeben. Bis auf ein winziges Knäuelchen ist das gesamte Material aufgebraucht.



Die Vorlage war ein Pulli in der Sommer-Verena, dessen Ausschnitt mir sehr gut gefallen hat: Er ist unten breiter als oben, hat also etwa die Form eines Trapezes, mit dem schmalen Ende nach oben. In der Verena hatte der Pulli noch kurze Ärmel. Dafür hat meine Wolle nicht gereicht, aber mir gefällt er so ohnehin besser, denn die Merinowolle mit Goldfaden mag ich nicht direkt auf der Haut tragen. Da meine Goldwolle mit einer Lauflänge von 700 Meter auf 100 Gramm sowieso nicht zur Maschenprobe der Vorlage passte, habe ich das Teil auf der Maschine gestrickt und dazu einfach den Schnitt auf die Folie des Formstrickers gezeichnet. Für evtl. interessierte Maschinenstricker: Die Maschenprobe ergab 14,5 cm Breite und 16,2 cm Höhe bei der üblichen Maschen- und Reihenzahl von 40 zu 60, gestrickt mit Maschenweite 8.
Das Teilchen passt ausgezeichnet und steht mir sogar, wenn ich es über einer längeren Bluse trage - da ich eine sehr kurze Taille habe (soweit bei mir überhaupt von Taille die Rede sein kann) trage ich nämlich normal nur hüftlange Teile.

Die Wolle ist aufgebraucht und ich schicke nochmal ein herzliches Dankeschön an Adela, die den wunderschönen karamelfarbenen Kammzug dazu ins Tauschpaket gelegt hat.


Colchicacaea

Dies ist der unaussprechliche lateinische Name der Herbstzeitlose. Im Spinnforum gab es einen Knitalong zu dem gleichnamigen Schal, und ich habe mitgemacht, weil ich eine (für meine Verhältnisse) eher dicke Wolle liegen hatte, mit der ich sonst nichts anzufangen wusste: Zwei Stränge Zitron Unisono in einem Blauverlauf. Die Wolle hat einen schönen Glanz und strickt sich gut, ist nur, wie gesagt, für meinen Geschmack eigentlich schon zu dick. Für den Colchicacaea ist sie andererseits eher wieder zu dünn. Ich habe Nadelstärke 4,5 benutzt und einen eher kleinen Schal erzielt. Hier trägt ihn meine Tochter, die ihn auch behalten wird:


Design: Angelika Luidl

Vielen Dank an die Designerin Angelika Luidl, die dieses Muster umsonst auf Ravelry zur Verfügung stellt, samt einigen Abwandlungen. Die Vorlage hat sich schön gestrickt und der streifige Effekt durch die Wolle kommt besonders im Bereich der verkürzten Reihen schön heraus.

Freitag, 24. September 2010

Cool Cool Willi

Der depperte Tai Chi-Lehrer und arbeitslose Elektriker, der eine Trockenhaube in eine Stehlampe verwandeln kann und mittels stromführendem Gurkenbrät seinen Freund meuchelt - Cool Cool Willi ist derzeit die Lieblingsfigur bei meinen Töchtern (er stammt aus dem Film "Bis zum Ellenbogen"). Und dieses Möbius-Cowl ist so obercool, dass es "Cool Cool Willi" heißt. Auf Vorschlag meiner Töchter natürlich, und ich mag den Namen.

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Gestrickt habe ich mit selbstgesponnener, selbstgefärbter Wolle - einem Rest, der von meinem Cara sposa-Möbius übrig war. >(siehe hier). Und nun die Anleitung, wobei es eine genaue Anleitung für dieses Projekt nicht geben kann, weil es so vielseitig ist:


Anleitung

Provisorischen Anschlag machen (ich benutze immer eine Luftmaschenkette aus kontrastierendem, glattem Garn, die ich nachher leicht auflösen kann). Je nach Garnstärke und Nadeldicke 50 bis 70 Maschen anschlagen. Es sollte eine Breite von 40 cm herauskommen.
Kraus rechts stricken (Hin- und Rückreihen rechts). Während des Strickens hin und wieder eine Fallmaschengruppe nach folgendem Prinzip einfügen:
Masche, 1 Umschlag, Masche, 2 Umschläge, *Masche, 3 Umschläge*, *-* mehrfach wiederholen, Masche, 2 Umschläge, Masche, 1 Umschlag. In der Folgereihe alle Umschläge fallen lassen und das Gestrick auseinanderziehen, so dass eine "Blase" entsteht. Die Blasen kann man beliebig oft einfügen und beliebig groß machen. Damit der Willi schön elastisch wird, gehören auch an den Rand Blasen: Randmasche, *3 Umschläge, Masche*, *-* mehrfach wiederholen, dann 2 Umschläge, Masche, 1 Umschlag, Masche und wieder in der Folgereihe alle Umschläge fallen lassen. So kommt die breiteste Stelle der Blase an den Rand.
Wie viele Blasen man macht und wie groß, hängt davon ab, wie dicht der Willi gestrickt sein soll und wie dick die Wolle ist. Wichtig ist aber, die Blasen gleichmäßig zu verteilen, sonst zieht sich das Gestrick teilweise zusammen. Am besten immer mal wieder hinlegen und auf der ganzen Länge kontrollieren.
Ist der Streifen ca. 90 cm lang (während des Strickens immer wieder in Länge und Breite auseinanderziehen!), wird der Willi geschlossen. Dazu den Anschlag auflösen und die Maschen auf eine zweite Nadel nehmen. Den Strickstreifen einmal um sich selbst drehen, so dass ein Möbius entsteht, und die Enden mit Maschenstich verbinden.

Wer will und ein paar lustige, farblich passende Garnreste zur Verfügung hat, kann sie in die Blasen einweben. Dazu eignet sich dicke Wolle, selbstgesponnene Wolle mit Locken, Coils, Noppen oder Fransengarn; was man eben hat. Die Enden verweben oder - wie ich es gemacht habe - einfach heraushängen lassen. Ich habe meine Kurt Wagner-Wolle dazu genommen.

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Das Teil ist fetzig, passt zu allem, peppt alles auf und macht einfach Laune. Ich liebe es und habe es um den Hals hängen, seit es fertig geworden ist. Hoffentlich vergesse ich nicht, es wenigstens zum Schlafengehen abzunehmen :-)

Willi rocks!" >

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