Mittwoch, 25. April 2007

Ich habe fertig.

Das Muster dieser Stola ist das gleiche wie bei meiner roten (siehe hier). Da es sich, bedingt durch den Wechsel aus Rechts- und Linksmaschen, ein wenig kreppt, kann ich kein genaues Maß angeben. Ungedehnt habe ich 45 cm Breite und 180 cm Länge gemessen, aber vermutlich wird sich das Ganze noch etwas in die Länge "strecken". Das Material: 150 Gramm Uruwolle "Sun Flowers", gestrickt auf meinem Brother Doppelbett-Feinstricker mit Maschenweite 7.
Und einen Namen hat diese Stola auch, ich nenne sie "Svashtara".



Das untere Ende muss noch aufs Spannbrett und am Freitag geht die Stola dann auf die Reise zu einer lieben Freundin. Ich hoffe, sie trägt diese wunderbare Wolle genauso gern wie ich.

Mit dem Peacock Feathers Shawl bin ich inzwischen auch schon ein ganzes Stück weiter, nämlich im letzten Mustersatz. Mittlerweile sind fast 350 Maschen auf der Nadel. Obwohl das Teil, wenn ich mich nicht sehr verschätze, sehr groß werden wird, habe ich bisher noch nicht mal 100 Gramm verbraucht, da das Muster sehr löchrig ausfällt. Ich bin gespannt ... aber apropos gespannt: dieses Tuch zu spannen, wird keine leichte Aufgabe. Ich habe zwar zwei Spannbretter, die ich aneinander legen kann, aber wahrscheinlich sind die immer noch zu klein.

Mittwoch, 11. April 2007

... currently in work ...

Dies ist der Beginn des "Peacock Feathers Shawl" von Dorothy Siemens. Die Anleitung ist über "Fiddlesticks Knitting" erhältlich. Bea hat sie mir besorgt - noch mal tausend Dank, Bea! Ich nehme an, Du strickst dieses tolle Teil auch? Die Anleitung ist gut verständlich und ausführlich geschrieben. Gut aufpassen muss man trotzdem, denn es ist nur eine Hälfte des Musters gezeichnet und die andere Hälfte ist spiegelverkehrt zu stricken. Bisher hatte ich noch keine größeren Ribbeleien, toi toi toi!



Die Stola besteht aus drei Musterblöcken mit unterschiedlich großen Federmotiven. Ich bin gerade im zweiten Musterblock und sehe schon, dass das fertige Stück recht groß werden wird: Das Dreieck ist ca. 38 cm hoch und das macht, soweit ich erkennen kann, etwa ein Drittel des Ganzen aus. Was keineswegs heißt, dass ein Drittel der Arbeit getan wäre - wer Dreiecktücher strickt, wird mir bestätigen, wie laaaaang sich gegen Ende jede einzelne Reihe hinzieht, wenn man 700 und mehr Maschen auf der Nadel hat ...

Das Garn ist Uruwolle mit dem schönen Namen "Whales Road" in einem Farbverlauf von dunkellila über Blaugrün bis Hellblau, verstrickt mit Nadelstärke 3 1/2.

Und an der Maschine hängt noch immer die orangefarbene Uruwoll-Stola, inzwischen ca. 70 cm lang (ich habe zwischendurch mal gespannt, um die Länge zu prüfen).

Heute ist auch meine neue Stricklektüre eingetroffen, nämlich das Buch "A Gathering Of Lace" von Meg Swansen - und es ist jeden Cent wert, den es kostet. Mir gingen die Augen über ... und nun strickt der Schmollfisch drei Tücher gleichzeitig: eines auf der Nadel, eines auf der Maschine und eines im Auge. Mein nächstes Projekt wird der Eisblumenschal "Frost Flowers"! Das passende Eisblau habe ich ja rein zufällig schon, es heißt "Thistle" und ist weiter unten bei meiner letzten Uruwoll-Lieferung zu sehen.

Mittwoch, 4. April 2007

Sie schnurrt wieder ...

... und ich sitze wieder drunter und suche nach Fehlern. Bisher finde ich aber keine.



Die kleinen Unregelmäßigkeiten kommen davon, dass ich mehrmals gefallene Maschen wieder hochhäkeln musste. Das ist immer ein Elend, aber richtig tief fallen die Maschen bei diesem Muster nicht, da sie beim "Lochen" ständig neu herausgestrickt werden. Shit happens, wenn eine Masche durch einen Zopf fällt. Das ist aber bisher nicht vorgekommen.
Mittlerweile weiß ich auch, wie ich stricken muss, damit keine Maschen fallen. Am liebsten fallen sie nämlich beim Zopfen durch die Spannung des Fadens in den Verkreuzungen. Die erste Reihe nach dem Verkreuzen der Maschen muss ganz, ganz langsam und gleichmäßig abgestrickt werden - dann klappt es. Und natürlich mache ich in der Reihe vorher immer eine Sprengmasche pro Zopf, das muss sein bei diesem dünnen Faden.
Sieben Mustersätze sind gestrickt, das macht etwa 25 Zentimeter. Das Wollknäuel - natürlich Uruwolle - ist noch nicht sichtbar kleiner geworden.
Die Musik dazu ist diesmal von Bach! Das ist die schönste Strickmusik. Ich komme immer wieder darauf zurück. Drei Violinkonzerte (eines davon mit zwei Geigen) und die berühmte e-moll-Partita sind auf der CD. Zwischendurch traktiert mich mein Mann mit Red Hot Chili Peppers. Aber das trage ich mit Fassung. Warum habe ich auch die Tür zum Hinterzimmer kaputtgemacht.

Donnerstag, 22. März 2007

Kaum zu glauben,

dass der Halsausschnitt links und rechts gleich geworden ist: Die Aufteilung erforderte einige Rechnerei und beim Stricken gab es dann auch noch ein, zwei Problemchen. Vor allem (wieder mal) der Alptraum jeder Maschinenstrickerin: In der ca. zwölftletzten Reihe fiel mit triumphierendem Klickeradoms das ganze Teil aus der Maschine. Gott sei Dank hatte ich die Füße unter dem Stuhl, so dass es wenigstens keine blauen Zehennägel durch abstürzende Gewichte gab.



Uruwolle natürlich! Die Farbe heißt "Loro Barranquero" und erinnert an Herbstlaub. Gestrickt habe ich mit Maschenweite 5, auf 10 x 10 cm kommen 32 Maschen und 38 Reihen, und ich habe für Vorder- und Rückenteil zusammen gerade etwas über einen 100-Gramm-Strang verbraucht. Der Pulli wird federleicht. Wenn er denn gelingt.



Die Ärmel sind noch zu stricken, und da ich dafür den Formstricker brauche und dieser gerade von meiner Tochter an der anderen Maschine genutzt wird, lege ich das Ganze erst mal weg. Schwager wünscht sich Geburtstagssocken, auf die Stola für Svashtara freue ich mich schon ... und irgendwann hat Tochter dann fertig und ist hoffentlich auch zufrieden mit ihrem Püppchenpüllchen in Größe 34.

Montag, 19. März 2007

Wer gibt mir einen guten Rat ...?

Das ist der Anfang meines neuen Dreiecktuchs. Habe ich heute gestrickt, während ich mit meinen Töchtern eine Aufzeichnung von Polanskis "Tess" anschaute.



Und nun weiß ich nicht, ob mir das gefällt oder nicht. Noch kann man aufribbeln, das Stück ist noch klein. (Wenn ich erst mal fünf Spielfilme lang gestrickt habe, überlege ich es mir bestimmt nicht mehr anders!)

Also: die Vorlage ist aus einem Heft für Kunststrick-Decken. Im Original soll das eine quadratische Tischdecke sein, die Blätterstreifen laufen von der Mitte aus nach außen. Ich habe die Vorlage einfach halbiert, so dass aus dem Quadrat ein gleichschenkliges Dreieck wird. Das strickt sich recht gut. Aber kann man es auch anziehen?? Ich weiß nicht, ich weiß einfach nicht ... wird das nicht zu unruhig? Kann man da überhaupt noch was erkennen, wenn ich es nachher trage?

WAS TUN?

... ach ja, nur am Rande, das ist übrigens selbverfreilich, wie es sich von selbst versteht, Uruwolle. Die Perla Roja.

Sonntag, 18. März 2007

Wie Weihnachten ...

... war der Tag gestern, als der Hermes-Bote mir mein neues Päckchen von Woolina brachte!
Jede Menge neue, herrliche farbstarke und kuschlig weiche Uruwolle, ein Strang schöner als der andere. Man weiß gar nicht, wo anfangen.



Ist die nicht einfach unwiderstehlich? Die orangefarbene wird eine Strickstola für Svashtara, das steht schon fest - und auch ich will mir auf jeden Fall noch eine dreieckige Stola machen, denn den Icarus trage ich inzwischen mit Begeisterung. Dazu nehme ich wahrscheinlich die "Perla Roja" rechts im Bild, weil die Farbstellung sehr schön mit dem Blütenmuster, das ich mir ausgesucht habe, harmonieren wird.

Erschwerend (für den Hermes-Boten, kicher) kam dann noch hinzu, dass in dem Päckchen auch noch eine große Portion verschiedenster Faserproben steckte, die mir die liebe Emi einfach so dazugelegt hat - weil ich ihr erzählte, dass ich ein Spinnrad gekauft habe! Nun muss ich also nicht nur feste stricken, sondern auch noch feste spinnen. Aber in letzterem habe ich ja schon eine Menge Übung!

Das Spinnrad samt den vielen Spinnwollböbbeln von Emi werde ich zeigen, wenn es eingetrudelt ist - also das Rad, denn die Wolle liegt schon hier und lacht mich immer aufs neue an. Einstweilen heißt es aber erst mal: Uruwolle wickeln! Uruwolle stricken!! Uruwolle, bis der Arzt kommt!!!

Montag, 12. März 2007

...

Ich habe ein Spinnrad gekauft.
Ich trau mich noch nicht, mich zu freuen. Erst wenn es da ist. Dann erzähle ich mehr.

Donnerstag, 1. März 2007

Und was stricken wir jetzt? - Trendige Accessoires zum Nacharbeiten und Wegschmeißen

Die Frage, ob ein Handy was zum Kuscheln braucht, hat Kerstin ja bereits entschieden. Aber welches Strickerinnenherz schlüge nicht höher bei einem Modell "Handyhülle Frühling" aus Fluselgarn in neckischem Maigrün? Warnung: Lassen Sie ihr Handy bloß nicht dieses Modell sehen!

Der Partnerhandschuh mit zwei Fäustlingen birgt echte Nutzanwendung: Es handelt sich um ein Modell für Händchen haltende Paare. Die Notwendigkeit, jedes Hindernis gemeinsam entweder linksrum und rechtsrum zu umgehen, sorgt für den notwendigen Streitstoff, der den Partnerhandschuh bald überflüssig macht. Dann belibt nur noch die Frage, wer bekommt die beiden Einzelhandschuhe; der Doppelhandschuh ist vermutlich im Altkleidersack endzulagern.

Huch, was ist denn das? "Schlafbrille zum Wenden". Wozu braucht frau eine Schlafbrille? Obwohl tags Kontaktlinsenträgerin, kann ich nachts meine Träume auch ohne Sehhilfe ganz gut erkennen. Und eine Brille zum Wenden brauche ich schon gar nicht. Wie sollte ich die denn aufsetzen? Mit abgeschraubten und in der Luft aufgehängten Ohren? Ach so. Es handelt sich um eine Art Inkognitobalken in Strick. Über den Augen zu tragen. Das muss einem doch gesagt werden. (Ich wusste auch nicht, was ein gestricktes Balaclava ist, bis ich es bei Ebay fand. Das ist die Umkehrung der Schlafbrille: Es verdeckt alles bis auf die Augen. Man trägt es in romantischen Stunden. Zum Kuscheln. Hätte allerdings mein Mann so ein Ding auf, dann könnte ich mich vielleicht doch für die Schlafbrille erwärmen. Damit ich ihn nicht sehen muss.)

"Gestrickte Vasen" entführen uns vollends ins Reich der Phantasie. Oder gibt es neuerdings eine wasserdichte Stricktechnik? Allenfalls meine ich schon von Ganoven gehört zu haben, die sich vor der Tat ein wasserdichtes Alibi strickten. In die gestrickten Vasen gehören laut Anleitung je drei Reagenzgläser. Ach so. Ich muss also erst eine Chemiefabrik ausrauben. Da kann ich das selbstgestrickte Alibi ja gleich gut brauchen.

Und das schlägt dem Fass die Krone ins Genick: "Eierwärmer Nikolaus". Also Nikoläuse kenne ich zwei. Der eine trägt warme rote Hosen und braucht so keine weiteren Wärmer. Aber der andere ist Bischof. Vielleicht zieht es unter der Kutte?

Fragen über Fragen. Da freuen wir uns abschließend über die hinreißende "Strickblume mit Stiefelstulpe". Macht jeden Springerstiefel zum echten Weggucker!

Immerhin gefällt mir das alles (gefunden auf der Anleitungsseite der CoatsMEZ-Homepage) besser als die unlängst gesichtete Nikolausmütze für Kaninchen. (Warnung: ACHTUNG HORROR! Der Link ist nur zum Betrachten! NICHT zum Nacharbeiten, es sei denn, du hast selbst Wackelohren.)

Wohnsitze





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