Montag, 21. Mai 2007

Neues von Spiderwoman

Ich zeige mal mein derzeitigen Leib- und Magenplatz. Was kann ich dafür, wenn der eine oder die andere bei dem Anblick neidisch wird.
Aber falls das tröstet: Ich kann dort nicht lange sitzen. Heute war es gerade mal eine halbe Stunde, zu mehr hat's nicht gereicht. Wie auch immer.



Liebe Gemeinde! Richtet mal das Augenmerk auf meine Spule:



Richtig: Sie ist so gut wie voll! Vor einer Stunde habe ich mit Zwirnen angefangen und war schon wieder nahe daran, das Ganze in den Gelben Sack zu tun (der wird zufällig morgen abgefahren). Aber dafür steckt schon zu viel Arbeit drin. Was ich jetzt hier habe, wird verstrickt, auf Biegen und Brechen. In der Praxis dann wahrscheinlich mehr Biegen.



Da reibt sich manch einer verwundert die Äuglein: Ja, Delfina hat ein Junges bekommen. Es ist noch ganz klein und hat offenbar nicht vor, weiter zu wachsen: Es will ein Bonsai-Spinnrad bleiben. Spinnen kann es nicht, aber was solls, ich kann's ja auch nicht. Ich mag es trotzdem. Immerhin ist da ein Kürbelchen dran und wenn man das dreht, drehen sich Schwungrädchen und Spülchen.

Und was da noch auf mich lauert,



das ist ein Kilo Kardenband vom Rhönschaf, zum Teil pflanzengefärbt und mit ungefärbter Wolle gemischt. Gekauft habe ich das heute bei einem Besuch in der Textilwerkstatt der Lebensgemeinschaft Sassen und Richthof. Da muss ich unbedingt noch mal hin, heute war leider viel zu wenig Zeit. Die Umstände waren nicht so übermäßig erfreulich, das Auto musste nach Lauterbach in die Werkstatt. Da leuchten sehr verdächtige Lämpchen am Armaturenbrett, die hintere Kofferraumabdeckung klappert und vor allem sind die Bremsbeläge an den Hinterrädern im A... Um mir die Brennsuppe wenigstens ein klein wenig zu versüßen, habe ich auf der Rückfahrt also diesen kleinen Abstecher nach Sassen (Nähe Schlitz) gemacht, zu der Textilwerkstatt der Lebensgemeinschaft.
Nicht weniger als fünf Webstühle!! sah ich dort, teils große Teppichwebstühle, teils kleinere für Bänder; alle in Arbeit. Spinnräder eine ganze Reihe, auch ein Maru-Dai-Knüpfgerät - alles in Arbeit. Dazu ein Riesenlager an Wolle in allen Verarbeitungsstadien. Ein Fest fürs Auge! Ich habe mich sehr beherrscht und nur diesen einen Sack Wolle mitgenommen. Schon deshalb, damit ich bald wiederkommen kann. Auch ungefärbte Wolle muss noch her - wozu habe ich sonst die ganzen Ostereierfarben auf Lager gelegt. Ach herrje, und wann soll ich das alles spinnen??? Und, ganz nebenbei, wann kann ich es endlich? Heute las ich im Spinnforum: Hat man ein Kilo Wolle versponnen, darf man von sich behaupten, man könne es. Dann muss ich also diesen Sack leer machen. Jedenfalls annähernd.
Gruß von der Insel!

Samstag, 19. Mai 2007

Pfauenstolz ...


Design: Dorothy Siemens / Fiddlesticks Knitting

Das ist ein einmaliges Stück! Obwohl mein Mann mich, wie man meinen sollte, wochenlang daran stricken sah, hat er mich angesichts des fertigen Tuchs gefragt: "WIE ist denn das bloß gemacht??"

Da kann ich nur sagen: TJA! I MADE IT!!

Und tausend Dank noch mal an Bea, die mir die Vorlage besorgt hat.
Obwohl die Vorlage wirklich sehr gut und ausführlich geschrieben und mit übersichtlichen Strickschriften bestückt ist, war das Nacharbeiten keine einfache Sache. Vielleicht ist es mir noch vergleichsweise leicht gefallen, weil ich früher viele Kunststrickdeckchen gefertigt habe; das Stricken von Lace-Tüchern ist ja im Prinzip dasselbe. Ich bin zum Beispiel nicht mit diesen "Markern" zurechtgekommen. In der Anleitung wurde ihre Verwendung dringend empfohlen und ich weiß aus anderen Blogs, dass sie nützlich sind, aber für mich waren sie nix; ich habe sie nach zwei Reihen wieder herausgenommen und kam ohne wesentlich besser klar.
Das Material ist natürlich Uruwolle mit Namen "Whales Road" in den Farben hellblau über blaugrün bis dunkellila.

Ich kündige auch gleich mein nächstes Projekt an, nämlich ein Tuch aus dem Buch "A Gathering of Lace" von Meg Swanson. Es handelt sich um das "Frost Flowers And Leaves"-Tuch, das ich auch schon in mehreren Blogs gefunden habe, zum Beispiel bei Eunny Jang. So ganz nach Anleitung werde ich es wohl nicht übernehmen, weil mir die quadratische Form nicht gefällt. Entweder stricke ich nur die Hälfte, das heißt ein Dreieck, oder ich beschränke mich auf die Eisblumenpartien und stricke ein Rechteck. Um ehrlich zu sein: Nach dem Anprobieren der "Svashtara"-Stola habe ich eher Lust auf etwas Längliches.

Das werde ich mir in Ruhe überlegen und vorher mein grünes Selbstgesponnenes zwirnen. Die Spule ist beinahe voll.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Luise



Da der Schmollfisch gerade spinnt und keine Zeit hat, teilt Luise stellvertretend mit, dass es jetzt besser klappt und schon gaaaanz lange grüne Spaghetti entstanden sind.
Luise ist 20 cm hoch und trägt einen grünen Pullover. Alles aus Sockenwolle.

Samstag, 12. Mai 2007

Das war Nummer Vier ...

/>

Bekanntlich soll man aufhören, wenn's am schönsten ist.
Und deshalb verabschiede ich mich so langsam von dem Gedanken, spinnen lernen zu wollen.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Nummer Zwei ...

... oder eigentlich schon Drei. Gestern habe ich die Nummer Zwei, einen knallroten Faden, verstrickt. Es gab ein hübsches Probeläppchen, das ich mir nun unter Glas rahmen kann. Oder ins Tutbuch kleben.
Da ich bisher nur Faserproben verspinne, kommt von keinem Faden genug zusammen, um wirklich was Brauchbares daraus zu fertigen. Hier habe ich zwei verschiedene Kammzüge, einen weißen und einen gelben, zusammengesponnen, damit mal ein etwas längerer Faden herauskommt. Vielleicht reicht das für einen Minischal.
Der Faden ist sehr fein. Und unregelmäßig natürlich. Aber erstens bin ich noch blutige Anfängerin und zweitens kann ich, wenn ich einen regelmäßigen Faden haben will, zu Woll-Rödel gehen. Jawoll. Woll, woll.

Montag, 7. Mai 2007

25 Gramm Kammzug

habe ich gestern versponnen.
Meine Schätzung, die Stärke entspreche 4fach Sockengarn, hat sich als richtig erwiesen. Mein Garn hat eine ungefähre durchschnittliche Lauflänge von 245 Meter pro 50 Gramm. Wobei die Betonung auf "durchschnittlich" liegt. Es ist zwar kein schwangerer Regenwurm mehr, aber schon ein sehr unregelmäßiger Faden.



Ich habe ihn mangels eigener Haspel auf die Lehne eines alten Stuhls gewickelt, befeuchtet und lasse ihn nun trocknen. Mal sehen, welche Fasson er dann hat. Beim Abspulen war die Neigung zum Verdrillen noch sehr deutlich zu merken. Aber das soll sich ja geben, wenn der Faden ausgeruht ist.



Auf der Delfina liegt der nächste Kammzug schon bereit, diesmal dunkelbrauner. Nur frage mich keiner, welche Faserart. Ich könnte mich ohrfeigen - anscheinend habe ich Emis Mail mit den Angaben über die Faserproben verschlunzt. Das Australmerino erkenne ich nach Gefühl - ansonsten ist es halt Schafwolle. So ein Mist.
Vielleicht finde ich die Mail noch. Irgendwo muss die gespeichert sein.

Samstag, 5. Mai 2007

Wer hat denn diesen Unsinn in die Welt gesetzt ...

dass Spinnen beruhigend sei?
Ich bin nur unruhig, wenn ich sehe, was für Bindfäden ich aus Emis schönen Faserproben produziere.
Immerhin brauche ich mir nicht den Kopf zu zerbrechen, ob ich die passende Stricknadel im Haus habe. Was ich da gesponnen habe, ist für jede Nadelstärke zwischen 2 und 10 gleich gut und gleich schlecht geeignet.
Ich zeige kein Foto; es genügt, wenn mir übel wird.
Seufzende Grüße!
Spinnfisch

Freitag, 4. Mai 2007

Delfina



Das ist Delfina. (Das linke ist Delfina. Das rechts ist Femi.)

Und um das auch gleich zu klären, die auf den Spulen befindlichen Fäden hat nicht der Schmollfisch gesponnen. Das war Femi!

Ich habe schon ein wenig "Trockentreten" probiert. Einen gleichmäßigen Rhythmus einzuhalten, fällt mir nicht allzu schwer, aber das Antreten muss ich noch üben. Meistens hakelt und wackelt es ein bisschen, bis es rund läuft.

Und dann stelle ich fest, dass sich der Spinnflügel nicht mitdreht. Aber ich glaube, das ist normal, wenn kein Garn auf dem Rad ist? Ich glaube, jetzt stell ich blöde Fragen ...

Ich weiß noch nicht, wann ich allen Mut zusammennehme und anspinne ... vielleicht versuche ich auch erst mal zu zwirnen.

Auf alle Fälle bin ich sehr zufrieden mit meinem Erwerb - es ist wirklich genau so, wie ich es mir vorgestellt habe - und danke nochmals tausendmal meiner lieben Freundin, die das Rad für mich in Holland gekauft und nach einem vergeblichen Zustellversuch durch die Post am Ende persönlich hergefahren hat. Ich kann gar nicht sagen, wie lieb ich das finde. Wir haben einen wundervollen Tag auf der Terrasse verquatscht.

Wir sind reich! Wir haben uns!

/edit, anderthalb Stunden später:
Während der Rest der Familie "Spiderman" auf DVD guckt, spidere ich ein wenig vor mich hin. Gelernt habe ich korrektes Antreten, Regulieren des Spinnflügels und Wechseln der Spule. Außerdem habe ich gezwirnt. Ein wenig.
Es geht jedenfalls.
Ist dies ist der Beginn einer wundervollen Freundschaft?

Wohnsitze





annarinnschad [at] gmx [dot] de

Links

Aktuelle Beiträge

An alle, die mitlesen...
twoday stellt zum 31. Mai seine Dienste ein. Das habe...
schmollfisch - 23. Mai, 15:01
Zum Ausklang ...
Nein, ich habe immer noch nicht vor, das Blöglein zuzumachen,...
schmollfisch - 20. Dez, 01:04
Nicht ganz nach Vorschrift...
Irgendwann - ich glaube, das war noch, als ich in Gießen...
schmollfisch - 1. Jun, 12:25
Uralte Vorlagen
Hatte ich nicht beschlossen, öfter zu bloggen? Leider...
schmollfisch - 5. Mai, 12:37
Tausendmal probiert ...
Manchmal kaufe ich im Überschwang des Augenblicks Wolle,...
schmollfisch - 26. Mär, 14:39

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Suche

 

Status

Online seit 7086 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 23. Mai, 15:01

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren