Dienstag, 3. Juli 2007

Da haben wir den Salat ...

... nun habe ich weiter 120 Gramm Regenbogenwolle für meine Jacke gesponnen, und die ist viel dünner ausgefallen! Die Lauflänge kommt, wenn ich mich nicht entscheidend verzählt habe, auf ca. 350 Meter pro 100 Gramm.
So sehr es mich freut, dass ich inzwischen dünner und gleichmäßiger spinnen kann - der Faden ist viel weicher und auch schöner gezwirnt als bei der ersten Portion - so ärgerlich ist es für das jetzt anstehende Stricken. Das kann doch gar nix aussehen.
Ich werde also zuerst mal die Ärmel stricken; wenn die etwas dünner ausfallen, kann ich ja immer noch behaupten, es sei Absicht. Und dann muss ich versuchen, die Restwolle für das Rückenteil wieder etwas dicker hinzukriegen.
Neue Maschenprobe ist auch fällig. Wahrscheinlich muss ich die Maschenweite an der Knitti ändern. Wenn schon, denn schon ...
Die Wolle hat es besser als ich: Sie liegt gerade im Entspannungsbad, und das noch mindestens eine halbe Stunde.

Dienstag, 26. Juni 2007

"Jungfernfoto"



Mit diesem Bild weihe ich die neue Digicam ein ... nachdem die alte nur noch quergestreifte Bilder produzierte, habe ich sie in den wohlverdienten Ruhestand geschickt, denn Querstreifen sollen ja dick machen und dergleichen habe ich nicht mehr nötig.

Das ist der neueste Stand der Regenbogenjacke. Dank meiner Dämlichkeit durfte ich das zweite Vorderteil (im Bild links) zweimal stricken, jedenfalls die obere Hälfte. Wie immer habe ich mir nämlich bei der Arbeit am ersten Vorderteil ständig Notizen auf meinem Strimablöckchen gemacht, damit beim zweiten Teil dann auch alles schön gegengleich richtig wird. Nur wie ich die Abnahmen am Halsausschnitt gemacht habe, das schrieb ich nicht auf, in dem trügerischen Glauben, dass ich mich daran schon noch erinnern würde ("Das ist doch soooo einfach, das kann ich mir auch merken!"). Denkste! Zwei Tage Unterbrechung genügten, um alles zu vergessen: An der zweiten Vorderteilhälfte habe ich einen völlig andersartigen Halsausschnitt produziert. Nach kurzem Nachdenken, ob ich die Asymmetrie als Absicht ausgeben könnte ("Das ist der letzte Schrei!"), habe ich alles wieder aufgeribbelt. Und mit Hilfe der Handarbeitslupe konnte ich dann auch noch rekunstruieren, wie die Abnahmen am ersten Teil zustandegekommen sind. (Dass es immer noch ungleich aussieht, liegt daran, dass das linke Teil gespannt ist, das rechte nicht.)

50 Gramm Wolle habe ich noch, mit denen ich nicht weit kommen werde, die reichen nicht mal für einen Ärmel. Aber auf der Spule sind schon wieder die nächsten 100. Es geht voran.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Noch mal Post für Delfina



Da fehlen mir beinahe die Worte ... Ein neues Päckchen Spinnfutter, diesmal von Emi, der besten Anlaufstelle für Uruwoll-Süchtige (siehe Link in der Liste). Im Körbchen: Uru-Roving in Hellblau und Pink-Rot-Oliv, Tussahseide, rote Merino, Alpaka und die superkuschlige Blue Faced Leicester-Wolle (das weiße Knäuel links - ist ein bisserl grell ausgefallen, aber das liegt am Foto). Ob diese Schafe wirklich blaue Gesichter haben? Die Wolle ist jedenfalls weiß, aber die kommt ja nicht aus dem Gesicht ...



Jetzt müsste ich eigentlich spinnen, bis ich selbst blau anlaufe. Blue Faced Schmollfisch, hihi ...
Meine Regenbogenwolle reicht ja auch noch nicht. Ca. 70 Gramm habe ich für die eine vordere Jackenhälfte verbraucht, die jetzt fertig ist. Das heißt, der noch vorhandene Wollvorrat reicht gerade noch für das Rückenteil. Und dann muss erst mal wieder gesponnen werden.
Die Faser geht mir jedenfalls so schnell nicht aus. Die gab es nämlich nur kiloweise.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Eine Regenbogenjacke

soll das werden. Und da man mir schon bescheinigte, ich sei zu hart mit mir selbst, was das Spinnen angeht, sage ich gleich: Dieses Mal bin ich wirklich zufrieden.



Mehr als das, ich bin begeistert. Natürlich bringt das Foto die herrliche Farbskala nicht richtig zur Geltung, das ist ja immer so.

Das Muster ist eine Variation der "Faux Russian Stole" aus "A Gathering Of Lace". Gestrickt habe ich diesmal auf der Maschine, mit höchster Maschenweite. Lochkarte gibt es keine. Ich habe alles von Hand umgehängt, das verlangt zwar viel Konzentration, aber das Muster ist übersichtlich.
An der unteren Kante hängt noch das Kontrastgarn (das weiße), das kommt natürlich später ab. Ich bin noch nicht sicher, wie ich die Unterkante gestalte. Entweder stricke ich von Hand ein paar Krausreihen an oder ich versuche eine Zackenkante, wie sie auch für die "Faux Russian Stole" vorgesehen ist.
Übrigens habe ich mehrere Maschenproben gestrickt, auch von Hand. Zuerst dachte ich nämlich, das Garn will überhaupt nicht richtig durch die Maschine laufen. Es hat einen ziemlichen "Bausch" und verhakt sich gern im Maschengitter. Deshalb habe ich auch einen Versuch mit Handstricknadeln in 4 und 4,5 gemacht. Gefiel mir alles nicht. Das Lochmuster kommt auf der Maschine, gestrickt mit Maschenweite 10 (was wohl ungefähr Nadelstärke 3,5 entsprechen würde) am schönsten und klarsten heraus. Deshalb habe ich das Garn nun gespult und dabei gründlich paraffiniert. Nun flutscht es ganz gut durch die "Knitti".
Heute hänge ich das Teil wieder an die Maschine und mache weiter. Wahrscheinlich werde ich das Lochmuster nach oben hin auslaufen lassen, damit der wunderschöne Farbverlauf im oberen Teil voll zur Geltung kommen kann.
Im Augenblick bin ich einfach nur froh über den Erfolg. Das wird ein Stück, wie man es nirgends kaufen kann. Danke Delfina :-))
Und danke allen im Spinnforum, die mir immer wieder gute Tipps und neuen Mut gegeben haben.

Dienstag, 19. Juni 2007

Neues Spinnfutter!

Kruemimama aus dem Spinnforum hat mir ein ganzes Paket randvoll mit Futter für die Delfina zusammengestellt. Hier ein repräsentativer Querschnitt :-)



Die blauen Töne links und rechts stammen aus Schoppeltüten und sind seidenweich. Das mittlere Wollbüschel sieht aus wie mein Hase Mallory, der mir fürs Spinn- und Strickforum seinen Namen geliehen hat: Braun mit hellen Fäden. Aber natürlich ist das keine Hasenwolle, sondern Milchschaf. Auch wunderbar weich und kuschlig. Danke, Kruemimama! Das ist einfach nur schön!

Solche Fasern sind eine Herausforderung. Da kann man gar nicht anders als sein Allerbestes geben. Gott sei Dank bin ich übers Faserwegschmeiß-Stadium hinaus. Aber vom geübten Spinnen-Können bin ich noch weit entfernt.

Immerhin habe ich zwei strickbare Fäden produziert. Eine Maschenprobe aus der Regenbogenwolle ist gestrickt, ich zeige sie morgen.

Sonntag, 17. Juni 2007

Regenbogenwolle



Das ist die Wolle aus dem Regenbogen-Kardenband von der Lebensgemeinschaft Sassen. 2fach gezwirnt, Lauflänge ca. 270 Meter pro 100 Gramm. Das Foto ist farblich leider unzureichend, zum einen ist die Wolle farbstärker (wenn auch insgesamt eher pastellig) und zweitens zeigt sie schon einen richtigen Farbverlauf mit Abschnitten in kräftigerem Rot und Blau.

Um die Farben deutlicher herauszubringen, solle ich Navajozwirnen lernen, schrieb mir eine Spinnerin im Spinnforum. Aber ein navajogezwirnter Faden wäre ja dreifach. Das wird mir zu dick, nicht nur auf diese Wolle bezogen, sondern ganz allgemein. Ich bin für Wollstärken über Nadelstärke höchstens 4 nicht leicht zu begeistern.
Immerhin hat mir die Suche nach Links zum Navajozwirnen einen Blick auf diese Seite beschert: Joy Of Handspinning . Das hätte ich schon vor vier Wochen sehen müssen, dann wäre mir manches Kopfkratzen erspart geblieben! Da ist alles vom EInstellen des Spinnrads über den Fadenauszug bis zum Zwirnen im Video gezeigt. Für Anfänger sehr zu empfehlen und auch für Fortgeschrittene mit Sicherheit eine Fundgrube.
Und nun muss ich mir überlegen, wie ich das verstricke. 200 Gramm sind gesponnen, die reichen natürlich für nichts. Ich habe eine Jacke in Planung, und zwar auf der Strickmaschine, das geht bei dieser Lauflänge vermutlich gerade noch. Aber weitere 200 Gramm muss ich mindestens noch spinnen.

Samstag, 9. Juni 2007

Na ja ...

... so sieht mein erstes strickbares Selbstgesponnenes aus, nachdem ich es verstrickt habe. Der Faden ist mit einem Maschinengarn von der Kone gezwirnt, reines Merino und ganz dünn.
Da das Garn auf der zweiten Spule im Durchschnitt stärker ist als das auf der ersten - keine Ahnung warum, vermutlich mein Ungeschick -, habe ich beim Stricken dieses Ärmels abwechselnd von beiden Spulen weg gearbeitet.
Dass ich zufrieden bin, kann ich weiß Gott nicht behaupten. Aber es ist ein selbstgesponnener Faden und er ist verstrickt. Was solls.



Am Spinnrad habe ich jetzt das Regenbogen-Kardenband von der Lebensgemeinschaft Sassen in Arbeit. Auf eine Spule habe ich 100 Gramm gesponnen und dann erst mal aufgehört, um die zweite Spule anzufangen; dort sind jetzt 30 Gramm drauf.
Was mich verrückt macht, ist der brutale Wechsel der EInzugsgeschwindigkeit. Wenn ich den Faden am Spinnflügel ein Häkchen weiter hänge und er folglich auf eine weniger vollgesponnene Stelle läuft, scheint sich die Geschwindigkeit erst mal zu verdoppeln, für mein Gefühl. Obwohl ich den Faden immer fleißig umhänge, der Unterschied auf der Spule also gar nicht so groß sein kann. Dann komme ich mit dem Faserauszug nicht nach, der Faden reißt ab und wenn ich neu anspinne, reißt er weiter oben wieder ab ... und so weiter, bis ich eine ganze Handvoll Fadensalat liegen habe und das Spinnrad am liebsten übers Balkongeländer flanken würde. Arme Delfina, sie kann doch nichts dafür. Sie hätte eine bessere Spinnerin als mich verdient.
Ich glaube, um richtig spinnen zu lernen, sollte man erst ein Physikdiplom machen. Die Bremse ist schon ganz locker, da kann ich nichts mehr langsamer stellen.
Ob ich das jemals richtig lerne ...

Montag, 28. Mai 2007

Dank Svashtaras Aufbauspritze

habe ich heute noch mal begonnen mit dem "Frost Flowers And Leaves" im Dreieck. Wäre doch gelacht. Das berühmte "mindless knitting" kann ich auch in zehn Jahren noch machen, hier und jetzt wird das Gehirn hochgefahren, komme was da wolle!!!
Bis Reihe 50 flutschte es denn auch so flott dahin, dass ich mich schon fragte, woran es gestern eigentlich gehakt hat. Und genau wie gestern ging ab Reihe 51 nichts mehr!
Diesmal war ich aber entschlossen, der Sache auf den Grund zu kommen. Und nach einer halben Stunde Hin-und-Her-Rechnens und Vergleichens fand ich denn auch die Wurzel des Übels: einen Druckfehler in der Strickschrift in Reihe 51. Falls jemand die Strickschrift vor sich haben sollte (Bea??), sie befindet sich in "A Gathering Of Lace" auf Seite 60: Vor dem ersten *k1-p1 into 1 st* Zeichen ist nicht, wie eingezeichnet, eine rechte Masche zu stricken, sondern es sind zwei Maschen zusammenzustricken.
Und nachdem ich diese Winzigkeit behoben habe, stimmt plötzlich alles.
Vorläufig jedenfalls. Sollten die nächsten zwei, drei Reihen keine böse Überraschung bringen, lege ich allen Eisblumenstrickerinnen die kleine Änderung ans Herz.
Kalt ist es ja nun auch wieder!

/edit: Mein Verdacht hat sich bestätigt. Es gibt eine pdf-Datei, in der man die Errata in den Strickschriften dieses Buches herunterladen kann.
Zu finden hier!
Hätt ich auch einfacher haben können. Nicht verzagen, gleich im Stricknetz fragen!

Wohnsitze





annarinnschad [at] gmx [dot] de

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