Waif
Doch, ich weiß schon, wie man "wife" schreibt. Das Wort "Waif" brachte eine Freundin ins Spiel, die mich gestern besuchte und dieses schöne neue Gerät in meinem Wohnzimmer sah. Ihr Großvater habe so ein Ding auf dem Dachboden gehabt, erzählte sie, und es "Waif" genannt. Bettinas Großvater war ein richtiger Leinweber und hatte alles, was man dazu braucht, zum Beispiel auch ein Gerät zum Flachsbrechen.
Die "Waif" hier habe ich von Sabine aus der Spinngruppe, und sie ist nicht nur schöner und pfiffiger, sondern auch besser zu brauchen als meine metallene, etwas wacklige Schirmhaspel, die mit Mengen über 50 Gramm einfach nicht fertig wird.
Die Waif hat ein Zahnrad, mit dessen Hilfe man die Lauflänge leicht berechnen kann. Nach jeweils 40 Umdrehungen wird neben dem Zahnrad eine Stahlfeder ausgelöst, die laut knackt. Man muss nur die Knackse mitzählen.

Ich bin dem Wort "Waif" nachgegangen und fand nach einigem Googeln ein althochdeutsches Wörterbuch online (von Gerhard Köbler). "Waif" bedeutet dort so etwas wie Binde oder Bandage, "waifil" Haspel. Also doch! Ich konnte mich nicht gleich von dem schönen Wörterbuch losreißen - da stehen auch so schöne Wörter drin wie "wangkussi" für Kopfkissen und, besonders schön, "wambaset" für knüppelsatt. Das verhasste "Wampe" klingt deutlich durch.
Aber zurück zur Waif. Das Garn, mit dem ich sie in Gebrauch genommen habe, ist inzwischen abgehaspelt, gebadet und zu Trocknen aufgehängt. Es ist noch immer Joan-Schaf, ostereiergefärbt in einem herrlichen grellen Orange. Ich habe es mit ebenfalls orangefarbenem Konengarn gezwirnt. Durch das Waschen ist es schön fluffig geworden und hat immerhin eine Lauflänge von 340 Meter auf 100 Gramm. Ich hoffe, ich bringe genug davon zusammen, um mir ein ganz besonderes Einzelstück zu stricken: Eine kleine Weste mit Candle-Flame-Muster. Das bietet sich bei dieser Farbe ja geradezu an.
Hier der Faden vor dem Waschen. Strickbar wäre er so auch schon gewesen, aber da er noch Restfett enthält, wollte ich ihn auf jeden Fall gründlich baden lassen, damit er sich entfalten kann. Sonst gerate ich an die falsche Nadelstärke.

Ich habe die letzten beiden orange gefärbten Vliese auf dem Rad; sollte es nicht reichen, muss ich nachfärben. Farbe ist noch ein wenig da.
Die "Waif" hier habe ich von Sabine aus der Spinngruppe, und sie ist nicht nur schöner und pfiffiger, sondern auch besser zu brauchen als meine metallene, etwas wacklige Schirmhaspel, die mit Mengen über 50 Gramm einfach nicht fertig wird.
Die Waif hat ein Zahnrad, mit dessen Hilfe man die Lauflänge leicht berechnen kann. Nach jeweils 40 Umdrehungen wird neben dem Zahnrad eine Stahlfeder ausgelöst, die laut knackt. Man muss nur die Knackse mitzählen.

Ich bin dem Wort "Waif" nachgegangen und fand nach einigem Googeln ein althochdeutsches Wörterbuch online (von Gerhard Köbler). "Waif" bedeutet dort so etwas wie Binde oder Bandage, "waifil" Haspel. Also doch! Ich konnte mich nicht gleich von dem schönen Wörterbuch losreißen - da stehen auch so schöne Wörter drin wie "wangkussi" für Kopfkissen und, besonders schön, "wambaset" für knüppelsatt. Das verhasste "Wampe" klingt deutlich durch.
Aber zurück zur Waif. Das Garn, mit dem ich sie in Gebrauch genommen habe, ist inzwischen abgehaspelt, gebadet und zu Trocknen aufgehängt. Es ist noch immer Joan-Schaf, ostereiergefärbt in einem herrlichen grellen Orange. Ich habe es mit ebenfalls orangefarbenem Konengarn gezwirnt. Durch das Waschen ist es schön fluffig geworden und hat immerhin eine Lauflänge von 340 Meter auf 100 Gramm. Ich hoffe, ich bringe genug davon zusammen, um mir ein ganz besonderes Einzelstück zu stricken: Eine kleine Weste mit Candle-Flame-Muster. Das bietet sich bei dieser Farbe ja geradezu an.
Hier der Faden vor dem Waschen. Strickbar wäre er so auch schon gewesen, aber da er noch Restfett enthält, wollte ich ihn auf jeden Fall gründlich baden lassen, damit er sich entfalten kann. Sonst gerate ich an die falsche Nadelstärke.

Ich habe die letzten beiden orange gefärbten Vliese auf dem Rad; sollte es nicht reichen, muss ich nachfärben. Farbe ist noch ein wenig da.
schmollfisch - 10. Mär, 15:42