Donnerstag, 25. Dezember 2008

Wollverine

Das ist kein falsch geschriebener X-Man, sondern mein Christkindle - ein Schnellspinnrad Ella aus der Tischlerei Thomas Walther, von der ich damals auch meine Trommelkarde gekauft habe. Dieses Rad hier ist wirklich was Besonderes: Es ist turboschnell und trotzdem dank der Bauweise mit zwei Schwungrädern sehr klein und kompakt. Damit komplettiert es meine Herde perfekt, denn ich möchte kein großes Rad mehr; wohl aber ein schnelles.



Die Ella wird auf der Homepage der Tischlerei Walther ausdrücklich als Rad für fortgeschrittene Spinner angeboten. Deshalb war ich ein bisschen ängstlich, ob ich ihr überhaupt gewachsen bin. Aber dazu bestand gar kein Anlass, wir haben uns sofort gut verstanden. Mein erster Spinnversuch mit einem Rest Uru-Roving ist schon recht gelungen! Der Faden ist superfein; trotz des Tempos, das dieses Rad vorlegt, zieht es nicht übermäßig fest am Faden, so dass ich immer genug Zeit zum gleichmäßigen Ausziehen habe. Fadenrisse hat es nur zwei-, dreimal gegeben, wenn ich so dünn ausgezogen habe, dass man den Faden kaum noch sah.



Das Rad hat zweifädigen Antrieb und Doppeltritt, und - was mir besonders gefällt - es hat Gumminoppen unter den Füßen, so dass ich es auch auf den Fliesenfußboden stellen kann, ohne dass es wegrutscht. Da wir nämlich vor dem Fernseher keinen Teppich haben, musste ich bisher immer einen Vorleger holen, wenn ich mit einem meiner beiden Bockrädchen spinnen und dabei glotzen wollte ...
Schöne und saubere Verarbeitung (mein Rad ist aus gewachster Buche), netter Kontakt (alle Mails wurden freundlich beantwortet) und pünktliche Lieferung muss ich nicht extra betonen, das kennen alle, die schon mal was bei Tom Walther bestellt haben. Und da Weihnachten ist, habe ich noch ein kleines Extra bekommen, nämlich einen Satz Filznadeln mit Wolle und Anleitung.



Ach ja, das zwischen den Tritten ist der Bär Wollverine. Den habe ich mir kurz vor Weihnachten noch gestrickt, und zwar aus einem Rest selbstgesponnener Wolle vom Schaf Joan. Er wird mein neues Rad bewachen, das nun auch "Wollverine" heißt, weil es die Wolle nur so in sich hineinschluckt - wie ein Wolf eben.

Montag, 17. November 2008

Mein Abschied von Halli-Galli ...

... steht unmittelbar bevor. Übermorgen gehe ich in die Klinik und werde, wenn mein Gallenstein und ich in Frieden auseinanderkommen, schon in einer knappen Woche wieder zu Hause sein.
Unpetinkt vorher fertigstellen wollte ich noch die Mystery-Stola Winterhauch. Und es ist geglückt. Here we are! Die Stola ist über 2 Meter lang, 65 cm breit, gestrickt aus 400 Gramm Sockenwolle. Wie viele Perlen - Wachsperlen in Blau- und Lilatönen von Buttinette - in der Stola stecken, weiß ich nicht genau, aber es dürften am ersten Tausend nicht viel fehlen.
Das Foto bringt die Pracht leider überhaupt nicht richtig zur Geltung ... Besonders das Farbenspiel der Perlen ist herrlich!


Design: BriNa

Da kann man sich richtig reinwickeln. Einen herzlichen Dank an die Designerinnen Brigitte und Nadja, die die Anleitung kostenlos zum Download bereitstellten. Das Stricken hat großen Spaß gemacht; ich habe zum ersten Mal Perlen verstrickt (und bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe, sie sind in dieser Stola wichtig).



Von der Spinnfront gibt es leider keinen besonderen Erfolg. Oder könnte das hier was werden? Ich weiß noch nicht ...



Das ist Uru-Roving von Woolina, sehr fein gesponnen auf meinem Minstrel und dann auf der Delfina mit hell-cremefarbenem Alpaka verzwirnt. Auch das Alpaka ist selbstgesponnen. Es stammt von dem Vogelsberger Alpakafarmer, der unserer Spinngruppe mehrere Säcke voll geschenkt hat. Dieses hier ist vom Alpaka Resi.



Nun ja, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und einem geschenkten Alpaka nicht allzu genau in die Wolle, sondern man übersieht all den Staub und Spreukram, der in den Fasern sitzt. Beim Kardieren staubt es, beim Spinnen staubt es ernorm und sogar beim Zwirnen fliegt der Staub umher. Die Faser ist aber ein Traum, so weich wie Watte, und im richtig laaaaaangen Auszug wunderbar zu spinnen. Den Dreck kriegen wir hoffentlich auch noch raus. Ich habe die Faser ja nicht gewaschen, weil sie so weich und flaumleicht ist, dass ich fürchtete, nachher nur noch Flusen zu haben.

Ich will einstweilen nur 100 Gramm Lila mit Resi zwirnen und dann erst mal die Lauflänge und das Gewicht prüfen. Da Alpaka so gut wie nichts wiegt, dürfte die Lauflänge enorm ausfallen. Wahrscheinlich werde ich das restliche Lila dann als Single spinnen und aus dem Ganzen einen schönen Pulli machen. Irgendwann. Erst mal ist Halli-Galli an der Reihe. Ich habe auch eine Handarbeit zum Mitnehmen in die Klinik bereitliegen, den Holly-Berries-Schal, der schon lange fertiggestellt werden möchte.


Nachtrag:

Ich melde mich bis auf weiteres ab.
Hier kommentiert zwar keiner, aber ich sehe, dass allerhand liebe Leutchen mitlesen, deshalb deaktiviere ich sicherheitshalber die Kommentare. Bis bald!
schmollfisch Anna

Samstag, 15. November 2008

Vorfreude ...

Hatte gestern Mailkontakt mit der Tischlerei Thomas Walther.
Tom baut mir etwas ganz Besonderes. Das ultimative letzte und allerletzte Spinnrad, das ich mir anschaffen werde, und die Krönung meiner Herde.
Ich werde es (das ist so abgesprochen) erst kurz vor Weihnachten bekommen. Aber Tom baut daran und hat mir Fotos versprochen, sobald was Vorzeigbares beisammen ist.
Ich freu mich so darauf.

Dienstag, 4. November 2008

Nach langer Pause ...

... mal wieder was zum Bloggen:
Endlich fertig geworden ist mein Verwandlungsponcho mit dem Muster "Practice Makes Perfect" aus dem Buch "Inspired Cable Knits" von Fiona Ellis. Das Muster besteht aus sich immer wieder verändernden Zopfsträngen, es sieht fast wie ein Sampler aus.


Zopfmuster: Fiona Ellis

Der Poncho hat auseinandergelegt die Form eines Handtuchs. Man kann ihn als Stola tragen oder auch die Schmalseite an eine Längsseite knöpfen. Das Material ist Space-Kammzug von Wollknoll, teils mit Lurex, teils mit Nähgarn gezwirnt, mit eingesponnenen kupferfarbenen Perlen.
Lang genug habe ich dafür gebraucht. Eigentlich wollte ich das Teil nämlich auf der Maschine stricken. Aber ich hatte damit kein Glück, immer gab es irgendwo Haken und Schlaufen, oder ich hatte falsch herum gezopft ... und schließlich wäre das Perlengarn auch gar nicht über die Maschine gelaufen. So griff ich am Ende doch zu den Knitpicks und nadelte mir das Teil von Hand.
Und dann gefielen mir die ausgewählten Knöpfe nicht, zu dick und zu schwer. Ich habe sie wieder abgetrennt und statt dessen eine satte Anzahl von diesen hier genommen, die auf dem Foto zu sehen sind: vom Online-Shop "Knopfparadies", den ich guten Gewissens empfehlen kann. Große Auswahl, anständige Preise, netter Kontakt und flotte Lieferung.



In aller Eile habe ich dann noch das hier beendet, das zum UFO zu mutieren drohte: Eine lange Weste nach dem Muster des Candleflame-Tuchs.



Darunter trägt man natürlich ein Shirt mit langen Ärmeln. Das Material ist Milchschafwolle von Astrids Schaf Joan, die ich von Grund auf verarbeitet habe. Gewaschen, mit Ostereierfarben gefärbt, kardiert, gesponnen, gezwirnt, gestrickt. Wie man sieht, ist die Färbung nicht ganz gleichmäßig und auch beim Spinnen habe ich für Unterhaltung gesorgt. Im unteren Teil des linken Vorderteils sind zum Beispiel eine Menge kleiner Wollböbbel eingesponnen, die ich nach dem Kardieren von der kleinen Trommel gezupft habe. Der Rücken ist gleichmäßiger in der Farbe.
Hier sieht man auch die Knöpfe: Pusteblumenknöpfe, auch die vom Knopfparadies.



Die Weste wurde gerade rechtzeitig fertig zum Lauterbacher Kunsthandwerkermarkt, wo unsere Spinngruppe einen Stand zum Schauspinnen bekommen hat. Weil ich es so furchtbar "im Rücken habe", nahm ich mein Minstrel mit, das ich sonst nicht gern umherkarre, aber es hat keinen Schaden genommen. Der Doppeltritt ist einfach rückenfreundlicher. Ich habe aber auch ein Ashford, ein Kromski-Reiserad und Sabines schöne alte Ziege gesponnen. Es war ein schöner Tag und wieder ist eine Spule beinahe voll. Dunkellila Uru-Roving von Emi, das ich mit Schwarz und Silber verarbeiten will.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Vorfreude

Es darf kalt werden: Ich stricke den Knitalong Winterhauch mit - endlich mal ein deutscher Knitalong. Siehe Button links. Und das ist der erste Teil:



Oder vielmehr ein Teilstück des ersten Teils, denn das erste Teil ist nach einer lockeren Messung mit dem Bandmaß 320 cm lang und bildet eine Rüsche auf der langen Knitpicks-Nadel. Da das Teilstück an beiden Enden rechte Winkel bildet, wird wohl ein Schal von 60 x 200 cm herauskommen. Eine satte Größe, da kann man nicht frieren.

Das Material ist diesmal Sockenwolle wie empfohlen. in Blütenweiß. Ich habe auch eine Musterprobe aus Lacegarn gestrickt, aber die gefiel mir nicht.
Und zum ersten Mal stricke ich mit Perlen. Über 1000 Wachsperlen liegen bereit, in fünf unterschiedlichen Blau- und Lilatönen. Das Aufziehen mit der 0,75 mm-Häkelnadel war zuerst etwas mühsam, aber mit der Zeit kommt die Übung.
Ein dickes Dankeschön an Brigitte und Nadja für das Design dieser Stola, die sehr schön wird, das sehe ich schon. Diesmal werde ich bestimmt bis zum Ende mitstricken.

Und noch ein Beitrag zum Motto "Mit der Zeit kommt die Übung". Dieser Schal hat nämlich den Namen "Practice Makes Perfect".



Das ist Space-Kammzug, rechts gezwirnt mit einem kupferfarbenen Lurexfaden, links gezwirnt mit dunkelrotem Nähgarn und eingesponnenen altgoldfarbenen Glasperlen.
Die Wolle hat ungefähr die Stärke von 4fach-Sockenwolle. Die Stränge habe ich ineinander übergehend hintereinander verstrickt. Allerdings behalte ich soviel Wolle übrig, dass ich noch nicht sicher bin, wie genau ich den Schal beende.




Wie kommt es eigentlich, dass ich von der Selbstgesponnenen so wenig verbrauche? Selbst wenn ich einen Pullover stricke, komme ich oft mit 300 Gramm Wolle aus - das wären sechs Knäuel gekaufter Wolle, das hätte mir früher nie gereicht. Und dünner geworden bin ich bestimmt nicht. Strickt man mit der "Homespun" irgendwie sparsamer?
Wie auch immer, es bleibt genug Space übrig, um noch was Neues daraus anzufangen.

Montag, 22. September 2008

Noch 'n Schäferfest

Beim Tag des Schafes in Landenhausen, in der Nähe von Lauterbach, habe ich etwas Schönes erlebt. Nachdem wir, Tochter und ich, eingehend die vielen schönen Schafrassen bewundert hatten - darunter auch Heidschnucken, die man hier nur selten sieht -, habe ich mich natürlich ganz dezent auf die Suche nach einem Wollstand gemacht ... ich habe ja gar keine Wolle zu Hause, ich habe üüüüüüberhaupt keine Wolle, nicht wahr, ich brauche uuuuuunbedingt Wolle, WOLLE, WOOOLLLEEEEE! Leider - hm - gab es so was nicht. Einen Filzstand habe ich gefunden. Der war sehr schön mit bunten Kammzügen und einem riesigen grauen Vlies dekoriert. Aber die Inhaberin wollte mir nichts verkaufen. Nur Märchenwolle zum Filzen, in Beutel abgepackt.

Tja, nicht dass mich Filzen überhaupt nicht interessiert, aber wenn ich damit beginne, dann werde ich erst mal meinen Stash an dicker Wolle im Wege des Strickfilzens wegarbeiten ... Wolle zum Filzen kaufen ist nicht mein Beuteschema ... aber als ich der Inhaberin erklärte, dass ich nur Spinnwolle suche, sagte sie: "Wenn Sie möchten, spinnen Sie doch einfach!" Und zeigte auf ihr Ashford, das neben dem Stand aufgebaut war. "Ich wollte eigentlich schauspinnen, aber ich komm ja nicht dazu!" (Sie war ständig von Kindern umringt, die filzen wollten.)

Ich bekam ein Stück von dem grauen Vlies - es war Romanov - und ich setzte mich ans Rad und legte los ... hach, war das herrlich. Die Romanov spann sich phantastisch. Sie ließ sich ausziehen wie Kaugummi. Ich spann so langen Auszug, wie bei meiner Armlänge nur möglich. Der Faden wurde wunderbar fein und fluffig.

Natürlich wurde ich immer wieder angesprochen und ausgefragt - das ist ja der Sinn des Schauspinnens, gell ... aber die Reaktionen waren durchgehend positiv. Interessant allerdings, dass die Fragen zur Spinnradphysik - warum das Rad zwei Drehmomente hat und wie die zustande kommen - ausschließlich von Männern kamen. Das deckt sich übrigens mit dem, was andere Spinnerinnen von ihren Marktterminen erzählen ...



Nach etwas über einer Stunde wollte ich meiner Tochter, die geduldig ausharrte, die Aktion nicht weiter zumuten. Aber die Romanov MUSSTE ich einfach haben! Und die Inhaberin des Standes ließ sich wahrhaftig doch noch überreden, mir eine große Tüte voll zu überlassen.

Im Spinnforum habe ich gelesen, Romanov sei kratzig. Das stimmt für meine Wolle überhaupt nicht. Vermutlich habe ich die reine Unterwolle erwischt. Die Farbe ist nicht so schön silbrig wie die Gotlandwolle, die ich in Hungen gekauft habe, eher rustikal-grau, sozusagen jankergrau. Mit einem Glanzfaden gezwirnt wird sich ein schöner Faden ergeben - und mit dem superlangen Auszug ruckzuck gesponnen.

Hier auf den Seiten der Osthessen-News gibt es wunderschöne Schafbilder von der Veranstaltung. Mir haben es besonders die kleinen, lockigen Skudden angetan. Ich kam beim Spinnen mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch, das einige Skudden zu Hause hat - sackweise Wolle und keine Zeit, sie zu verarbeiten. Sie haben meine Adresse aufgeschrieben. Vielleicht gibt es bald auch mal Skuddenlocken zum Spinnen.

Donnerstag, 11. September 2008

Lang und länger ...

... wurde diese Tunika aus selbstgesponnenem Garn, die ich schon vor meinem Sommerurlaub fertig hatte. Einen oder zwei Tage habe ich sie dann auch im Urlaub angezogen - zu einer langen dunkelbraunen Hose, sah edel aus. Aber irgendwann hatte das Teil Knielänge erreicht, und es einfach als Minikleid zu tragen, konnte ich mich auch nicht durchringen ...



In der Annahme, das Kürzen sei umständlich und schwierig, habe ich das Gestricksel nach dem Urlaub erst mal frustriert in den Schrank gestopft. Und dabei ist die Tunika so schön! Zum Schäferfest wollte ich sie unbedingt anziehen und holte sie ein paar Tage vorher wieder heraus.

Und dann war das Kürzermachen ganz einfach. Am meisten gelängt hatten sich nämlich die Träger. Und da die Tunika nach dem Latzhosenprinzip gestrickt ist - die Träger sind von hinten nach vorne gezogen und an der Passe festgemacht - musste ich nur ein Stück der Träger aufribbeln. Ging ganz schnell und zack, war die Tunika zehn Zentimeter kürzer und wieder tragbar. Das Material ist eine der ersten Spinnfasern, die ich gekauft habe: ein Gemisch aus Seide und Wolle, handgefärbt. Es ist immer noch genug für einen kleinen Sommerschal da. Die Passe habe ich mit ein paar Goldflussperlen verziert.

Dienstag, 2. September 2008

Schäferfest in Hungen

Das Schäferfest letzten Sonntag war für mich - ich war zum erstenmal bei so einer Veranstaltung - eine tolle Sache. Bei schönstem Wetter gab es jede Menge Woll-Lieferanten zu bewundern; es gab Stände mit Stoff und Wolle, soviel man mag; es gab natürlich alles mögliche fürs leibliche Wohl, und es gab einen Spinnstand! Und diesen hatte unsere Vogelsberger Spinngruppe inne: Sabine, Damaris und ich. Sabine und Damaris hielten schon samstags die Stellung; ich war nur sonntags da. Allerdings scheint am Samstag noch nicht viel los gewesen zu sein.

Dafür hatten wir am Sonntag eine Menge interessierte Besucher am Stand. Damaris' großes Spindelrad zog mit der knallbunten Wolle alle Blicke auf sich, und Sabine hatte einen Gewichtswebstuhl und einen Gurtwebstuhl aufgebaut - leider klappte es mit dem Weben nicht, aber das Webgerät wurde viel bewundert. Hier das Spindelrad:

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Die Lieferanten hatten wir gleich vor uns - eine kleine Hürde mit einer Handvoll Schafe. Alle anderthalb Stunden war Schauscheren. Na ja, da konnte man sich mit eigenen Augen überzeugen, was es mit der Schafsgeduld auf sich hat ...

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Unter den präsentierten Schafen hat mir dieses hier besonders gefallen, ein Scottish Blackface. Allerdings wüsste ich gerne, ob der Schäfer das Schaf vor der Präsentation gewaschen hat. Oder ist Scottish Blackface von Natur aus unfettig?

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Überhaupt waren die Schafe in den Hürden bemerkenswert sauber. Nur die, die zum Scheren bereitstanden, zeigten sich mit dem schafsüblichen Wollfett.
Besonders hübsch und freundlich waren auch Sabines Packziegen - cool trotz heißen Wetters und bisweilen nerviger Kleinkinder:

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Die an meinem Spinnrad am häufigsten gestellte Frage war übrigens: "Warum ist die Wolle denn so rot?" Dabei war die Faser keineswegs rot, sondern allenfalls blassrosa; ein Gemisch aus naturfarbenen und mit Eierfarbe gefärbten Fasern. Jedenfalls wandelte mich nach dem siebenundzwanzigsten Mal irgendwann die Lust an, zu antworten, dass das eben Wolle vom transsylvanischen Blutschaf sei ... aber man ist ja anständig und steht Rede und Antwort. Auch auf die Frage, warum denn Knubbelchen in der Wolle seien: "Wenn ich als Kind so knubbelig gesponnen habe, hat meine Oma immer mit mir geschimpft!", berichtete eine alte Dame, die selbst noch in ihrer Jugend spinnen musste. Aber ich hatte ja meine Lacetücher mit, als Beweis, dass ich auch gleichmäßig dünn spinnen kann. Die Knubbel sollen so!

Als Beweis hier noch ein Filmchen aus der Cam meiner Tochter: Wie eine Kamelwollen-Locke, mühsam genug, am Garn entlangwandert und sich durchs Einzugsloch zwängt! Unter Youtube hochgeladen mit dem Titel: "Spinning an Art Yarn with Camel Locks".

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